Audio Craft AC300c Wiederbelebung / Dämpferöl ?

  • Hallo Analogis.

    Aus einem "Dachbodenfund" Kennwort KD 500 Plattenspieler mit verbautem Audio Craft 300c Tonarm möchte ich ein funktionierendes Zweitgerät werden lassen.

    Habe eigentlich schon alles wieder hergerichtet, gereinigt und mit den erforderlichen Ersatzteilen versorgt...

    Jetzt benötige ich allerdings noch neues Dämpferöl.

    In den Unterlagen zum Tonarm (die glücklicherweise dabei waren) heißt es:


    A0-02 Medium Viscosity (200,000cs)

    A0-01 Low Viscosity (100,000cs)

    A0-03 High Viscosity (300,000cs)


    Jetzt die Fragen an euch -

    1. welches Öl ist da überhaupt zu benutzen, und wo bekomme ich das dann her?

    2. mit welcher Art Tonabnehmer sollte ich überhaupt am besten mit diesem Tonarm die ersten Gehversuche machen?

    (leicht - schwer - MM - MC ???)


    Wäre toll ein paar Tipps zu bekommen.

    Gruss Joerg

    Musik kommt an Stellen, da kommen die Hände gar nicht hin

  • Ja, die Dämpfung wird da eingesetzt wo der Tonabnehmer nicht optimal zu dem Tonarm passt, dwz. der Tonarm eigentlich zu leicht ist für den Tonabnehmer.


    Gut klingender Tonarm übrigens, da kommen viele kardanisch gelagerte Tonarme nicht mit.


    VG, Tony.

  • Ich betreibe meinen Audiocraft-Arm auch ohne Dämpfung. Hab das ein paar Mal testweise versucht, aber mich letztlich immer für den Betrieb ohne das Zeug entschieden. Klang in meiner Konstellation stets besser...

  • Ein gut in sich abgestimmter Tonabnehmer braucht keine Dämpfung. Bei meinen SMEs hatte ich da eher Nach- als Vorteile gehört. Ist der Tonarm zum Tonabnehmer mal zu leicht, nimmt man hier einfach eine schwerere Headshell.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
    (Reparaturen, Service, Modifikationen)


  • Hallo Joerg,

    das Silicon Dämpfungsöl bekommt man im Modellbau es ist sehr pastös eigentlich kein Öl mehr. Bei den RC Cars wird es in den Kupplungen und in den Dämpfern eingesetzt.


    Ob du dies einsetzen möchtest solltest du selbst überprüfen. Neben der Dämpfung der Tonarm System Resonanz fasst sich der Arm auch etwas besser an, er ist dann nicht ganz so wackelig.


    Entgegen den oben genannten Erfahrungen bevorzuge ich eine geringe Dämpfung bei diesen Armen.

    Es hat auch weniger mit der Resonanzfrequenz, die mit dem Gewicht der bewegten Masse und Compliance des Tonabnehmers bestimmt wird als vielmehr mit der Amplitude der Resonanz zu tun,die sich aus der Güte des Resonanzsystems ergibt. Man hat mit der einstellbaren Dämpfung eine weitere Möglichkeit der Optimierung. Wenn System und Arm von der Resonanzfrequenz nicht zusammenpassen, dann kann man dies mit der Dämpfung nicht sinnvoll korrigieren.

    Ich betreibe meine AC Tonarme mit Benz Wood und ACE, dies spielt sehr schön.


    Gruß

    Lothar

    Musica Nova Poenix & Pandora, Lundahl L1933, Revox B252, B226, B261, A722, Audiolabor Fein, OSAWA PL500 Audiocraft AC33 oder AC300MKII, Benz ACE SL und Ortofon MC15Super, Jecklin Float Elektrost., Lautsprecher Eigenbau 4-Weg aktives System

  • Ich würde der Reihe nach probieren. Erstmal ohne, dann mit einem normalen Dämpfungsöl (Viscosität ~2000, bekommt man auch noch bei Conrad). Mit 600.000 "bedämpfe" / bremse ich nur meine Tonarmlifte.

    schöne Grüße aus Wien


    Stefan

  • Audiocraft hat das A0-02 Medium Viscosity (200,000cs) als Standard mit dem Tonarm geliefert. Das ist sicherlich ein Anhaltspunkt.

    Gruß

    Lothar

    Musica Nova Poenix & Pandora, Lundahl L1933, Revox B252, B226, B261, A722, Audiolabor Fein, OSAWA PL500 Audiocraft AC33 oder AC300MKII, Benz ACE SL und Ortofon MC15Super, Jecklin Float Elektrost., Lautsprecher Eigenbau 4-Weg aktives System