Netzkabel an Leistungsverstärker - Endlich hat mal jemand gemessen.

  • Sind das dann die Anlagen womit man einen Flügel nicht mehr von einem Syntheziser unterscheiden kann?

    Einen Flügel von einem Synthesizer unterscheiden kann ich sogar über ein altes Röhrenradio gehört.


    Was wir hier damals diskutiert haben und worauf du offenkundig abzielst, ist der Unterschied zwischen einem Flügel und den aufgenommenen Samples eines Flügels, die über ein Keyboard abgespielt werden.


    Da waren weder ich, noch viele andere hier uns sicher, um was es sich handelt.


    Du kannst das natürlich mit Leichtigkeit voneinander unterscheiden und warst damals nur zu bescheiden das Rätsel aufzulösen.


    Gruß

    Michael

  • Michael hat eine IMHO unbegründete Abneigung gegen alles was nicht Studio ist

    Da gebe ich dir teilweise Recht. Aber ich mag auch viele Hifi-Geräte, die explizit nicht für das Studio vorgesehen sind.


    Die Abneigung richtet sich eher gegen Geräte, deren technische Daten ein Geheimnis bleiben sollen.

    Das kommt bei Studiogeräten eher selten vor und deshalb entsteht vieleicht der Eindruck ich sei darauf fixiert.


    Gruß

    Michael

  • Normalerweise sind es eher Röhrengeräte die hier etwas empfindlich sind,

    ist aber kein Problem wenn man die Grundlagen beachtet. Richtig dubioses

    findet man aber höchstens bei einegen Bastelbuden.

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)

  • Bastelbude ist Definitionssache, wenn Du auf Audio Note anspielst,

    die fallen sicher nicht darunter!:evil:

    "Sie werden eine grässliche Musik erstellen und sie werden es Techno nennen."

    Nostradamus (1503-1566)

  • Hallo fr,


    Ja, die CD-Player wurden durchaus auch vergleichend gehört. Zu der Zeit waren die reinen CD-Laufwerke auch noch manuell justierbar und eine gute Justage bemüht die Fehlerkorrekturschaltung seltener.

    Ich glaube das Internet steckte zu der Zeit noch in den Kinderschuhen und Onlinehandel war ein Fremdwort.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Bastelbude ist Definitionssache, wenn Du auf Audio Note anspielst,

    die fallen sicher nicht darunter!:evil:

    Sicherlich nicht! Ich mag die Audio Note Sachen auch sehr gerne. Das man bald nur noch die kleinste Levelstufe kaufen kann und sich von den höheren Ausbaustufen verabschiedet begrüße ich. Zumindest läßt Stefans Posting 261 diese Vermutung zu. Duck und wechhhh ;)


    Der beste Tuning Tipp


    Gruß

    Mike

    Von den leichten französischen Landweinen ist mir Cognac am liebsten.

  • ...aber man hört es doch...!:wacko:


    ;):thumbup:

    ja, die Unterschiede können dramatisch sein, wie ich es bei einer "STEREO"-Vorführung (M.Böde) auf einer frühen High-End Messe in Heusenstamm (Gravenbruch-Kempinski) erleben konnte.

    Aber erst wenn man die auf großer Strecke gut verschlungenen Cinch-Kabel und Netzkabel hinter den Komponenten sah, wußte man, woher die Unterschiede kamen.


    Übrigens - ein wirklich gutes Ergebnis war für mich bei keinem Netz-Kabel zu hören, obwohl alle von den Preisen her gesalzen waren (das teuerste von NBS).

    Bei den meisten herrschte allerdings die Meinung vor, das die Wiedergabe perfekt sei und sich nur in der Farbenpracht des Klangs Unterschiede ergeben.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • ja Matej,

    ich gehe wirklich davon aus, daß Kabelkaufanreize durch Dicke des Kabels und Farbenpalette angeregt werden. Auch ein Schutzschlauch im Anacondadesign könnte Kraft und Vormachtstellung assoziieren.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • ja Matej,

    ich gehe wirklich davon aus, daß Kabelkaufanreize durch Dicke des Kabels und Farbenpalette angeregt werden. Auch ein Schutzschlauch im Anacondadesign könnte Kraft und Vormachtstellung assoziieren.

    Hallo Knut,

    ich sehe das mit einem lachendem und einem weinendem Auge. Auf der einen Seite ist mir schon klar das es hier Unterschiede gibt, auf der anderen Seite nutzen das in der Tat viele für einen unkoordinierten Humbug.


    Habe neulich einem Kunden einen neuen Vorverstärker ausgeliefert - mit ganz vielen Anschlüssen und ganz vielen Möglichkeiten, und sollte natürlich auch super klingen. Letzteres hat für mich immer Vorrang, und so habe ich fast 3 Jahre an dem Gerät gesessen, die vielen Features raubten mir den Nerv. Irgendwann war es doch soweit, angeliefert, angeschlossen - und alles lief wunderbar, ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit. Er hatte zwar seine restlichen Geräte alle mit "Superkabeln" ausgerüstet, nur Vor- und Endstufe (ebenfalls v. mir), liefen mit normalen Strippen für knappe 5,- €. Ich dachte noch - na also, es geht doch.

    Am nächsten Tag rief er mich an, und meinte er hätte an der Vorstufe ein anderes Kabel ausgetestet und war hin und weg. Sensationell nannte er das. Na gut, habe mir so ein Kabel von ihm schicken lassen und zuhause probiert. Laut Hersteller ist es nur für Vorstufen und Klangquellen gedacht, nicht jedoch für Endstufen oder Netzleisten oder dergleichen. Und so war es auch - alle Quellen und die Vorstufe machten einen Schritt nach vorn, die gesamte Abbildung gewann an Selbstverständlichkeit. Dagegen fiel an meiner Filterzentrale und den Endstufen alles ab (da sind überall normale Strippen dran). Aber eins hat mich stutzig gemacht - bei einer Blue-Note CD mit gesammelten Werken, kam das Becken plötzlich zum Vorschein. Nach meiner Einschätzung war das aber nicht Blue-Note typisch. Mag sein das mit dem billigem Kabel das zu weit hinten versteckt war, aber das schien mir dann doch wieder zuviel des guten. In der Mitte dazwischen würde ich das als realer ansehen. Insgesamt finde ich das Kabel aber interessant, habe mir jetzt eins bestellt und werde das demnächst ausgiebiger testen. Kostet aber nicht 1.000,- € sondern "lediglich" 225,- €.


    Einerseits zeigt es, das das Kabel was bringt. Andererseits zeigt es aber auch, das der Ansatz nach dem Ohmschen Gesetz hier völlig fehl am Platz ist, den die Endstufen klingen mit ihrer 5,- € Strippe ja auch fantastisch wenn nur am Vorverstärker das Kabel dran ist. Und am Vorverstärker sehe ich durchaus Sinn - ich hatte eine Menge Probleme mit statisch auftretenden Störungen, was bei straight aufgebauten Geräten ein Klacks ist. Und hier sehe ich den Ansatz für gute/bessere Kabel - statische Ungereimtheiten irgendwelcher Art, hervorgerufen durch das Isolationsmaterial, müssen irgendwie kompensiert oder ausgelöscht werden. Eine Endstufe reagiert hier deutlich unempfindlicher drauf als eine Vorstufe - sind ja auch ganz andere Pegel im Spiel.


    An der Endstufe ist das Kabel fest verbaut, da kann er nichts ändern...:P


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • gut Matej, sehe ich ein. Ein "faires" Kabel von einem Beschisskabel zu unterscheiden dürfte für den Kunden aber schwer sein. Ich kann zu Hause nicht so schnell umstecken, selbst mit einem Helfer nicht. Ausserdem braucht mein Amp etwas Zeit bis ich die Anodenspannung zuschalten kann. Bis dahin ist meine Erinnerung verwässert. Also lass ich das. Ich habe gebrauchte MFE Kabel von Herrn Franken und gut ist. Gebraucht fürn Fuffi zu kriegen. Das ist dann aber mehr Herkunft und Optik was mich anlockte, das zu kaufen.

    Grüße

    Knut



    "Pokal oder Spital"

  • Am nächsten Tag rief er mich an, und meinte er hätte an der Vorstufe ein anderes Kabel ausgetestet und war hin und weg.

    Hallo,


    alle Koax-Kabel sind für NF jenseits von gut und böse.


    Zeige mir das Equipment-Masse/Erdungs-Konzept ALLER beteidigten Geräte bis zum Hauskasten und nicht zu vergessen die Steckverbinder, auch ob richtig symmetrisch oder asymmetrisch und es ist einschätzbar wie kabelsensitiv die ganze Kette wird.

  • ja Matej,

    ich gehe wirklich davon aus, daß Kabelkaufanreize durch Dicke des Kabels und Farbenpalette angeregt werden. Auch ein Schutzschlauch im Anacondadesign könnte Kraft und Vormachtstellung assoziieren.

    Bei mir ergibt sich der Kaufanreiz ausschließlich aus solchen Kriterien in Verbindung mit niedrigem Preis. Aber nur, solange die Schnüre nicht meine Vorstufe vom Rack ziehen.


    Grüße von Tom

  • gut Matej, sehe ich ein. Ein "faires" Kabel von einem Beschisskabel zu unterscheiden dürfte für den Kunden aber schwer sein. Ich kann zu Hause nicht so schnell umstecken, selbst mit einem Helfer nicht. Ausserdem braucht mein Amp etwas Zeit bis ich die Anodenspannung zuschalten kann. Bis dahin ist meine Erinnerung verwässert. Also lass ich das. Ich habe gebrauchte MFE Kabel von Herrn Franken und gut ist. Gebraucht fürn Fuffi zu kriegen. Das ist dann aber mehr Herkunft und Optik was mich anlockte, das zu kaufen.

    Hallo Knut,

    auch so ein Unfug. Kabel schnell tauschen um die Unterschiede zu hören. Mich hat mal ein Kabel 14 Tage lang an der Nase herumgeführt. War mal ein Ding von Audio in den 80ern, eine Empfehlung für den Selbstbau von LS-Kabel. Kam ein Freund damit an und meinte ich sollte mir das mal anhören. Fand ich auf Anhieb besser, durfte ich behalten. Warum wohl? Ein Schelm wer böses dabei denkt (der Freund war Organist). Nach 14 Tagen ging mir das total auf die Nerven. Mein altes Kabel wieder dran gebaut - und aufatmen war angesagt, was für eine Erleichterung. Seitdem nehme ich mir immer sehr viel Zeit, speziell bei Kabel. Diese ganzen Vorführungen bei den Messen - da kann nur ein wirklich sehr erfahrener Zeitgenosse bestenfalls sagen ob es sich lohnt das mal daheim für 14 Tage zu testen. Würde sowas Usus, dann würden die Firmen und Händler schnell die Lust dran verlieren.


    Bitte nicht falsch verstehen - ich denke schon das es bessere und schlechtere Kabel gibt. Aber es gibt einfach zuviel Trittbrettfahrer.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Indie Röhre :

    Hallo Knut, du hast doch fast alles in Röhre bei dir am laufen. Und wenn ich das aus deiner Galerie richtig gesehen haben, zumeist Einzelgeräte mit wenig Schnick-Schnack. Zum einem verstehen sich die alten Röhrenrecken meist besser auf eine Störungsfreie Innenverkabelung, zum zweitem ist das bei straight aufgebauten Geräten auch ein geringeres Problem. Das würde sich dann damit decken, was ich mit meinem Vorverstärker erlebt habe. Wenn das so ist, dann ist das kein Wunder das du mit deinen Strippen zufrieden bist und kaum Unterschiede wahrnimmst - da gibt es nämlich nichts zu kompensieren.


    Gruß


    Matej

    Gewerblicher Teilnehmer