High End (ganz normal) von der Aufnahmeseite aus gesehen

  • Diese Kabeldiskussion sollte man im Pro Bereich, Aufnahme- und Tonstudio tunlichst vermeiden.


    Gutes Kabel wie Sommercable und Konsorten ist Narrensicher, tritt und bruchfest, hat gute, praxisnahe elektrische Werte und wird in fast allen guten Studios der Welt gleichermaßen eingesetzt.


    Wir haben es hier also mit einem, ich nenn es mal, gewissen Standard zu tun. Das ist für die Übertragbarkeit der Ergebnisse, wenn unterschiedliche Studios die Aufnahmen hören,mixen und mastern ungemein wichtig. Die unterschiedlichen Lautsprecher sind schon eine Variable, die man so gering wie möglich halten möchte. Bloß keine Kabeldiskussion.


    Die wird von den Kabelherstellern im Semiprofessionellen Bereich allerdings zunehmend angestoßen, weil dort einfach mehr Kohle zu verdienen ist. Amateurtonfreaks kaufen aus Leidenschaft genau wie Hifi Freunde.


    Hifi Jünger könne Kabel kaufen wie sie lustig sind. Sie haben nichts mit Referenzen und Klangverbindlichkeiten zu tun. Sie sind ihr eigener Soundgestalter und keinem Produzenten oder Künstler Rechenschaft schuldig.


    Die Süße Freiheit der Amateure die einen ganzen Markt am Laufen hält. Richtig ist was gefällt.


    Gruß

    Michael

  • Die Aufnahmen sind wie sie sind.

    Entweder gut , mittelmäßig, oder schlecht .

    Als Konsument der daraus gewonnenen Konserve , die ich entweder digital, oder analog abspiele, habe ich keinen Einfluss darauf.


    Ich bin mir sicher , daß auch mit recht einfachen Mitteln richt gute Aufnahmen zu verwirklichen sind .

    Ich kenne Beispiele von Aufnahmen , die Straßenmusiker auf die Beine gestellt haben und wirklich gut klingen.


    Welches Equipment für eine gute Aufnahme nötig ist , müssen die Profis/Tontechniker entscheiden.

    Machen sie auch .

    Steht die Aufnahme , kommt sicherlich niemand mehr daher und möchte die Einspielung nochmals mit anderem Equipment durchführen , oder doch ?

    Ich denke , dann könnte tatsächlich verglichen werden, ob die Einspielungen unterschiedlich sind ?

    So stelle ich mir das zumindest vor .


    Ist letztendlich aber auch egal.

    Als Hifi Hobbyist spiele ich die Musik nur ab.

    Und das möchte ich schon in meinem mir möglichen Rahmen bestmöglich .

    Ok, richtig gute Aufnahmen klingen auch schon auf einfacheren Anlagen gut.

    Besser geht’s aber immer .

    ...mag Musik

  • Das sicherlich auch so Manches in Aufnahmen hineininterpretiert wird , kann ich mir natürlich auch gut vorstellen.

    Gerade in Bezug auf die Räumlichkeit .die jede HiFi Kette mit eigener Note interpretiert.

    ...mag Musik

  • Ich finde z.B. die Aufnahme von Time auf der Big Time von Tom Waits sehr gut und habe den Eindruck, dass es authentisch klingt. Aufgenommen mit einem Tape Deck und deutlich zu hörendem Rauschen. Oder die Nebraska von Bruce Springsteen.


    Ist aber sicherlich alles Geschmackssache.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Ja, vor 40 Jahren (oder 50?) gab es auch noch keine Kabeldiskussion auf Wiedergabeseite.

    Bis vor wenigen Jahren waren Isoacoustics Pucks/Gaias auch noch kein Thema.
    Weder auf der Aufnahmeseite/Studioseite noch auf der Homehifiseite.
    Jetzt werden die Teile für beide Bereiche gekauft.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Soll das Thema nur an Kabeln fest gemacht werden ?

    Fänd ich tatsächlich schade, weil das wie immer nichts bringt .


    Grundsätzlich denke ich , daß eine Aufnahme durch ein Mischpult läuft .?

    Das Equipment , welches zur Aufnahme genommen wird , ist bestimmt nicht uninteressant.

    Das Mischpult wird aber sicherlich gehörigen Einfluss haben und Dinge ins rechte Licht rücken .

    Kleinere Mankos dürften so auch wegretuschiert werden können.

    Berichtigt mich , wenn ich falsch liege.

    Man nimmt die die daraus resultierende Tonkonserve dann so hin , wie sie ist.


    Ich habe als Hörer dieser Konserve keinerlei Vergleiche , wie sich die Aufnahme mit anderem Equipment angehört hätte, noch wie groß der Einfluss des Mischpults war/ist.

    ...mag Musik

  • Ja, vor 40 Jahren (oder 50?) gab es auch noch keine Kabeldiskussion auf Wiedergabeseite.

    Bis vor wenigen Jahren waren Isoacoustics Pucks/Gaias auch noch kein Thema.
    Weder auf der Aufnahmeseite/Studioseite noch auf der Homehifiseite.
    Jetzt werden die Teile für beide Bereiche gekauft.

    Hallo Frank.

    Vor einem halben Jahrhundert verfolgte man auch ein ganz anderes Klangideal als heute.

    Ich mag den wohlig vollen Klang alter Röhrenradios.

    Mit Auflösung hat das aber nix zu tun .

    Ein derartiges Klangbild ist unanfällig für gewisse Dinge.

    ...mag Musik

  • Große Mischpulte werden in der Regel für Pop und Rock genutzt, da war Neve natürlich legendär. In manchen Klassikproduktionen sehe ich auch zig Mikros, fast für jedes Instrument eines. Da sollte tunlichst der Mixer von „Sound“ befreit sein.


    Davon halte ich als Purist allerdings gar nichts. Die bei mir „automatisch“ vorhandene Räumlichkeit und „Bühne“ muss im obigen Beispiel mühsam künstlich erzeugt werden. Was nicht immer gut gelingt. Alte Aufnahmen mit zwei oder drei Mikrofonen überzeugen meist sehr.

  • Ich finde die seit einiger Zeit verfügbaren "One Mic"-Aufnahmen von soundliaison.com sehr gut - und klanglich wirklich herausragend.


    Mehr Info´s (auch zum weiteren Equipment usw.) gibt es hier:

    https://www.soundliaison.com/index.php/one-mic


    Musikalisch sehr empfehlenswert ist dieses Album (ebenfalls "One Mic"):

    RED300shadowDXD.jpg

    https://www.soundliaison.com/index.php/698-nola-red


    Musikalische Grüße

    Tom

    Is that what you wanted, Alfred?

    DPS3 iT: Colibri XGP

    DDX-1500: FR64s/T-550/Classic GME MKII - TA-1/Seto Hori, Fideles

  • In manchen Klassikproduktionen sehe ich auch zig Mikros, fast für jedes Instrument eines. Da sollte tunlichst der Mixer von „Sound“ befreit sein.

    In Klassikproduktionen mit Sinfonieorchester voller Besetzung, sprechen wir von rund 122 Musiker/innen. So etwas unter Produktionsdruck, also Zeit/Geld, Raumbelegungsplan, Dienstzeiten mit präzisem Zeitfenster muß man auf Nummer sicher produzieren. Beim, WDR Sinfonieorchester wird im Schnitt mit 30 Micros gearbeitet. Ganz großes Besteck bis zu 50 Micros.


    Dann kann in der Abhöre zur beurteilung der Tagesproduktion mit Dirigent und Tonmeister auch im Nachhinein noch austariert werden. Die Oboe oder Harfe mal mehr Stütze bekommen, oder das Blech zurückgenommen werden.


    Der "Raum" wird sowieso individuell draufgelegt. Das lässt sehr viel Spielraum den man im Ganzheitlichen aufnehmen, nicht hat.

    Die Techniker sind im Umbau, (Vorstellung Vorabend) morgens in rund zwei Stunden startklar mit neuer Mikrofonierung. Das sind Spitzenleistungen. :thumbup:


    Gruß

    Michael

  • Moin


    Das Doppel-Vinyl "Sound Linke Van Spirit" ist Aufnahme Technisch auch interessant.


    Der Jung ist quer durch Europa gereist, und hat unbekannte Musiker auf seiner Tour aufgenommen. Jede Aufnahme klingt etwas anders, da immer an unterschiedlichen Orte mit geschnitten wurde. Sein Basis Equipment war trotzdem wohl immer das Selbe gewesen.

    Für mich, ein kleiner Hör-Parkour über die verschiedenen "Räume" (Teils auch im Freien aufgenommen) und deren Einfluss auf das Aufnahmeergebnis.


    Gruß

    Max

  • Dann kann in der Abhöre zur beurteilung der Tagesproduktion mit Dirigent und Tonmeister auch im Nachhinein noch austariert werden. Die Oboe oder Harfe mal mehr Stütze bekommen, oder das Blech zurückgenommen werden.

    Das ist natürlich bei den Profis durchaus wichtig.


    Sinfonieorchester kenne ich nur so bis etwa 70 Musiker. Da funktioniert das "One-Point-Recording" noch sehr gut. Eine Aufnahme von Denon mit dieser Technik von der 8. Sinfonie von Mahler mit Riesenorchester und noch riesigerem Chor ist aber klanglich nur noch Matsche.

  • Das ist natürlich bei den Profis durchaus wichtig.


    Sinfonieorchester kenne ich nur so bis etwa 70 Musiker. Da funktioniert das "One-Point-Recording" noch sehr gut.

    Macht durchaus Sinn.

    Liverecording mit zwei Mikros in ORTF Anordnung, Rode NT-5 oder Neumann 172, habe ich jahrelang in Jazzclubs vom Zuhörerplatz, Reihe 2 Mitte, für mich und die Mmusiker gemacht.


    Der Liveeindruck war frappierend gut. Exact so wie es der Besucher dort auf seinem Platz in der Mitte erlebte. Mit sämtlichen Handycaps eines Livekonzwertes, wie es das Publikum nun bekommt. Raum, schlechte PA, der Mixer war schlecht drauf etc.. Einfach alles, was die Stärken und Schwächen eines Clubkonzertes ausmacht.


    Der Liveeindruck des Vorabends war am nächsten Morgen beim Abhören sofort präsent und faszinierend.


    Gruß

    Michael

  • skeptiker

    Hallo Michael,

    das ist aber offensichtlich nicht das, was die Plattenlabel glauben, was der Hörer hören möchte, sondern eine glatter gebügelte Version von Aufnahme.


    Du hast ja vielleicht noch die beiden Varianten - eine reguläre auf Platte veröffentlichte Liveaufnahme und deine "rohen" Aufnahmen - in etwa im Ohr. Was ist denn dein Favorit von beiden? Jetzt mal modulo dem Stolz, dass das zweite deine Aufnahme ist...

    Entspanntes Hören, Frank


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