Lautsprecher klingen schrill

  • Guten Morgen zusammen,


    da kann man den ganzen Testberichten auch keinen Glauben schenken! Da ist immer alles ganz toll geschrieben und als unerfahrener Neuling glaubt man dem.


    Ich hab heute morgen das ganze mal mit meinen alten aber gut funktionierenden Sennheiser HD 595 Kopfhörer getestet. Was mir dabei aufgefallen ist: Diese bleiben vom Klangbild konstant und werden nicht aufdringlich.


    Und im direkten Vergleich mit dem Klipsch, werden diese nicht nur Schrill sondern das Klangbild hört sich auch verschwommen an und es gehen Details verloren.


    Aber ich kann die Lautsprecher nicht einfach näher zur Rückwand stellen, da die dann mitten im Raum stehen würden.


    Das mit dem Mini DSP wäre gar keine schlechte Idee?


    VG Daniel

  • Tag,


    die markante Überhöhung ab 2 kHz ist im Test-Diagramm der STEREO.de deutlich zu erkennen: https://www.stereo.de/hifi-test/produkt/klipsch-rf-82-ii-293


    Als erste Alltagsmaßnahme im Schuhkarton-Raum (günstige Raumform) ist - am Marantz PM7005 die Nutzung der Klangregler, Höhen Minus.


    Das Mittel ist verpöhnt, ich weiß, es ist aber dafür vorgesehen: Klangkorrekturen und Klanganpassungen. Das hilft aus der ersten Irritation heraus. Der Bezug ist die Lautstärke beim MCL (Most Comfortable Listening Level), die kennt man ja für sich.


    Dann kann man noch immer sich zur Aufstellung im Schuhkarton-Raum von beträchtlicher Größe fachlich orientieren und die Empfehlungen nutzen. ITU-R Empfehlungen zur Aufstellung von Lautsprechern (im Internet zugänglich).


    Darüber hinaus - vermute ich, dass die Wiedergabe bei PHONO (2M Bronze mit ca. 650 pF betrieben, Hersteller 150-300 pF) krasser ausfällt als bei CD. Die Kapazitätswucherung bewirkt eine (neben den LS) zusätzliche Anhebung im hörpsychologisch kritischen Bereich 5-8 kHz. Ja, noch eine Baustellen, wenn man es genau nehmen wollte.


    Freundlich

    Albus

  • Als erste Alltagsmaßnahme im Schuhkarton-Raum (günstige Raumform) ist - am Marantz PM7005 die Nutzung der Klangregler, Höhen Minus.

    Das Mittel ist verpöhnt, ich weiß, es ist aber dafür vorgesehen: Klangkorrekturen und Klanganpassungen. Das hilft aus der ersten Irritation heraus.

    Aber nur aus der aller ersten.


    Mit Klangverbiegern hab ich immer ein ungutes gefühl respektive sind sie bei mir zumindest aus der Anlage vebannt, das sind im grunde Klangverschlechterer nicht nur weil sie auch benachbarte Frequenzen mit beeinflussen, jeder noch so kleine dreh verschiebt den mit viel mühe erreichten linearen Frequenzgang, aber ok, wenn man mag ist alles erlaubt :P


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied

    ..die zeit wartet auf niemand (Ulla Meinecke 1991)

  • Ich würde mir andere Lautsprecher besorgen. Ich hatte mal die Heresy geschenkt bekommen. Da ich Studio Monitore gewöhnt bin, habe ich die Klipsch weitergegeben. Fürchterlich quäkig.

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Lieber Volkmar, in Räumen, die nicht akustisch behandelt wurden, gibt es keinen linearen Frequenzgang. Ebenso gibt es den nicht bei Tonabnehmern, nicht aktiv geregelten Lautsprechern, beim eigenen Gehör und erst recht nicht auf Schallplatten mit Musik.


    Insofern halte ich den Einsatz von Klangreglern als gerechtfertigt, wenn dem Hörer der Sound nicht gefällt. Wenn der Klang ihm nach dem Einsatz gefällt, hat er alles richtig gemacht.


    Sinnvoll konstruierte Klangregler sind imho eben keine Klangverschlechterer, sondern notwendig, um den Klang einer Anlage an die Örtlichkeiten, die eigenen Vorlieben und das gespielte Musikstück anzupassen. Es gab sie früher an jedem Verstärker, leider wurden sie mit Verbreitung des Begriffes Highend eingespart (Profitsteigerung). Heute kommen sie wieder auf.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Allerdings frage ich mich, wie man mit einer simplen Bass/Höhen Klangregelung gezielt eine Präsenzbetonung entschärfen möchte. Wenn ich die Höhen ins Minus drehe verringere ich doch die Frequenzen oberhalb von 5KHz um ein Vielfaches und das kann ja nicht Sinn und Zweck der Übung sein.

    Hier benötige ich einen Equalizer, digital oder analog, um die Problemfrequenzen gezielt abzuschwächen und zu einem ausgewogenen Klang zu kommen.

    Wobei das alles nur Krücken sind, langfristig dürfte an anderen Lautsprechern kein Weg vorbei führen.

  • Rüdiger, da hast Du da natürlich recht. Es gab früher aber tatsächlich etliche Geräte, die zusätzlich zu Höhen- und Tiefen- auch Präsenz- bzw. Mittenregler hatten. So z.B. viele Marantzreceiver. Ein Equalizer bietet da sicherlich noch bessere Möglichkeiten.


    Ich habe allerdings mit meinen Klipsch Heresys auch nach längerem Hören gemerkt, daß ich mich an das mittenbetonte Hörnern gewöhnen kann. Nach einer gewissen Zeit des Einhörens machen dann die Dinger tatsächlich Spaß.


    Wichtig ist dabei aber, daß man nicht kritisch zuhört, sondern die Musik einfach genießt. Denn allzu kritisches Zuhören verdirbt den Spaß an der Musik. Also einfach öfter mal einfach laufen lassen. Genauso habe ich mich inzwischen an den sehr speziellen Klang meiner Ohm F gewöhnt.


    Gruß

    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Allerdings frage ich mich, wie man mit einer simplen Bass/Höhen Klangregelung gezielt eine Präsenzbetonung entschärfen möchte. Wenn ich die Höhen ins Minus drehe verringere ich doch die Frequenzen oberhalb von 5KHz um ein Vielfaches und das kann ja nicht Sinn und Zweck der Übung sein.

    Hier benötige ich einen Equalizer, digital oder analog, um die Problemfrequenzen gezielt abzuschwächen und zu einem ausgewogenen Klang zu kommen.

    Wobei das alles nur Krücken sind, langfristig dürfte an anderen Lautsprechern kein Weg vorbei führen.

    Bass und Höhen rauf, macht doch einfach die klassische Badewanne!

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Moin, Lautsprecher, die in meinem Raum / Setup zu schrill waren, hatte ich auch mal.

    Erster Versuch: Boxen parallel aufstellen

    Zweiter Versuch: Leicht auswickeln ( wie schon beschrieben).

    Dritter Versucht: Das (scharfe) Audiotechnica System gegen ein ausgeglicheneres getauscht. Danach lief es ganz gut.

    In letzter Konsequenz lief es auf einen Boxentausch hinaus.

    Viel Erfolg.

  • Hallo,


    ich werde heute Abend die Lautsprecher etwas nach außen drehen, da sie stark auf die Hirnposition angewinkelt sind. Zusätzlich Stelle ich die PF bei der Phonobox auf minimal und die Höhen am Verstärker auch auf minimal.


    Und nochmals Danke für die vielen Vorschläge 👍🏻

  • Hallo Sansui,


    ich habe auch Spaß an den Lautsprechern, vor allem das Bassfundament bewundere ich immer wieder, aber über Zimmerlautstärke klingt es echt ungewöhnlich und etwas verschwommen, was wahrscheinlich an den Einstellungen und dem Raum liegt.

  • aber über Zimmerlautstärke klingt es echt ungewöhnlich und etwas verschwommen, was wahrscheinlich an den Einstellungen und dem Raum liegt.

    Verschwommen und schrill, hm, also ich weiß nicht aber irgendwie passt das gar nicht zusammen auch wenn nur minimalst empfunden, sowas kenne ich überhaupt nicht, weder an meiner noch anderer Anlagen.

    Also ich würde spaßeshalber auch mal zur probe einen anderen LS versuchen, die Endstufe sollte wenn ok jedenfalls unangreifbar sein, hab die Tests gelesen.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied

    ..die zeit wartet auf niemand (Ulla Meinecke 1991)

  • Hallo Volkmar,


    vielleicht ist verschwommen auch Falsch ausgedrückt aber im direkten Vergleich mit meinen Kopfhörern klingt es Schrill und es gehen Details verloren, die ich über die Kopfhörer hören kann. ( Aber nur bei hoher Lautstärke)


    Gruß Daniel

  • https://www.amazon.de/Nubert-Standbox-Standlautsprecher-Lautsprecher-Hersteller/dp/B084Z6W17J/ref=asc_df_B084Z6W17J/?tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=447454098471&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=14524558253636400102&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9117217&hvtargid=pla-981164374247&psc=1&th=1&psc=1

    Das könnte eine einfache Möglichkeit darstellen. Ne Klipsch kann mitunter auch etwas an zuviel an Bass machen.

    Funktioniert sehr gut! Hatte ich seinerzeit selbst an einer RF7(die wenn der Rest passt ne Menge Spass machen!!)

    -Gruß Peter-


    `Im Jazzrock steckt die Chance zur Versöhnung von Körper und Geist.` - DIE ZEIT, 27/2003, S. 37.

  • Immer wieder erstaunlich, was hier für Tipps (Filzgleiter) gegeben werden. ?(

    Glück auf.

    Detlef

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