Der SPU-Thread

  • Hallo Thomas!


    Du weißt das mein verwendetes Setup durchaus auf SPU optimiert ist.

    Du hast von den Erfahrungen selber profitiert und auch kostenlos das ein oder andere von mir erhalten. Nur mal so...


    Wenn ich bei mir ein Wood A als eckig und kantig im Sinne des musikalischen Flusses meine, dann sind es meine Erfahrungen und ich würde mir kein Wood A kaufen, denn das Classic A (NOS) spielt deutlich besser bei mir.

    Auch die Gold oder Gold Reference waren alle sehr gut, aber ein Classic A und Shindo SPU haben einfach mehr Ausdruck in der Musik.


    In diesem Sinne darf es jeder für sich entscheiden und verweise immer auf persönliche Erfahrungen...


    Maik

  • Vielleicht gibt es ja doch Unterschiede zu einem alten Classic A und einem neu aufgebauten.


    @ Maik: "Wenn Corona vorbei ist" könnten wir das ja mal ggf. in Erfahrung bringen, wenn du Lust hast. ;)

    Grüße,
    Jonas


    "Das Problem bei Zitaten im Internet ist, dass man nie weiß, ob sie authentisch sind." -Abraham Lincoln-

  • Vielleicht ist es ja auch manchmal so, dass 2 verschiedene Tonabnehmer desselben Modells trotzdem nicht gleich klingen. Bei den geringen Ausmaßen der in einem Tonabnehmer verwendeten Bauteile könne ja schon kleinste Abweichungen von der angestrebten Norm zu klanglichen Veränderungen führen.

    Grüße

    Michael

  • Das mag sein, jedoch sind alle 3 NOS SPU A bei mir klanglich extrem ähnlich....

    Was es mit überarbeiteten SPU auf sich hat, dass kann ich nicht beurteilen.

    Bei einem Freund klangen die „neuen“ Gold Reference doch sehr ähnlich den alten Systemen...

  • Hi Maik,


    mag sein das es bei Dir so ist, das SPU A besser sein soll, ich kann sagen das am passenden Tonarm das Wood A genial klingt.


    Aber da wir Alle unterschiedliche Anlagen und Ohren haben ist das

    meine Meinung dazu .....



    Gruß Thomas

    Freundliche Grüße ins Forum


    Gruß Thomas

  • Ich versuche die Beschreibung des Wood A bei mir zu konkretisieren, ohne allgemeine Gültigkeit dafür "einzufordern":


    Es erinnerte extrem an das SPU#1 S, auf dessen Grundlage es auch aufgebaut ist.

    Dieses spielt wirklich gut und für das Geld ist es ein sehr gutes System.


    Bildlich gesprochen waren folgende Unterschiede bei mir sehr offensichtlich.

    Wenn man sich eine 3 dimensionale Bühne vorstellt, so wurde beim Wood A plötzlich der obere und untere Teil dieser Bühne unerklärlich "abgeschnitten". Warum dies so ist und ob es sich nur bei diesem Exemplar so darstellte, kann ich nicht sagen. Aber genau dies passierte auch bei #1S!


    Das Ausklingen der Töne war nicht so schön flüssig. Auch die Klangfarben waren nicht so schön.

    Das kann ein Classic A deutlich besser...


    Dort fliesst die Musik und mehr emotionalen Ausdruck mit mehr Farbe und gefühlt ohne räumliche Begrenzung der Darbietung.


    Als Tonarm benutze ich einen EMT 997 an einer NPV mit einem für SPU optimierten Übertrager von A23.

    Der Rest ist grüne Elektronik mit Hornlautsprechern vom A23.


    Wie gesagt nicht schlecht aber für das Geld nicht die erhoffte Alternative, zumindest nicht für mich...


    VG. Maik

  • Hallo Maik,


    interessanter Bericht zum Klang. Zum Wood A kann ich nichts beitragen, ich habe classic A gebraucht (kein NOS, genaues Baujahr unbekannt) und reparierte classic A gehört. Die reparierten classic A (2018 und 2019 repariert) haben 18 mu statt 17 mu Nadelverrundung und der Einbauwinkel der nackten Nadel liegt bei 20 Grad (SPU aus den 1960er Jahren hatten einen Einbauwinkel von 15 Grad). Ein Vergleich gebrauchtes SPU unbekannten Baujahres (und evtl. auch schon einmal restauriert) mit repariertem SPU ist natürlich mit Vorsicht zu geniessen, aber die SPU-A aus dem Reparaturservice finde ich ziemlich gut.


    Das #1S und das Wood A haben keinen nackten Diamanten -- laut Ortofon-Homepage und Messprotokoll meines reparierten classic A gibt es weitere Unterschiede:


    Ausgangsspannung: 0.18 mV bei #1S und Wood / 0.20 mV bei classic A


    Abstastfähigkeit: > 60 mu bei #1S / >70 mu bei Wood / >65 bei classic A


    Compliance: 10 bei #1S und Wood / 8 bei classic A


    Innenwiderstand: 2 Ohm bei #1S / 2.5 Ohm bei Wood / 2 Ohm bei classic A


    Nadeleinbauwinkel ist bei allen 20 Grad, das classic A hat Alnico Magneten, wie das beim #1S und dem Wood A ist weiss ich nicht.


    Viele Grüße


    Joachim

  • Hallo Joachim,

    vielen dank für deine Übersicht ( techn. Daten). Hast Du die Abstastfähigkeit mit Testplatte nachgemessen? Wie stehen die Messwerte im Vergleich zu dem Herstellerangaben?

    LG


    Horst

  • Hallo Horst,


    die SPU-A aus dem Reparaturservice kommen mit einem Messprotokoll / technischen Datenblatt -- ich vermute jedoch, dass dies ein Vordruck ist wo nur noch die Seriennummer, die Unterschrift der zuständigen Mitarbeiterin von Ortofon und das Datum von Hand eingetragen sind. Also handelt es sich also einfach um Angaben von Ortofon zum Tonabnehmer-Typ und nicht zu einem spezifischen Exemplar.


    Ich habe nur eine Testplatte von Ortofon mit Musikbeispielen (des Labels Opus 3) und ich hatte noch nie einen Tonabnehmer, der diese Testplatte nicht sauber abtasten konnte ... Ich muss mir einmal eine richtige Testplatte für die Abtastfähigkeit zulegen.


    Ich höre am liebsten frühe LP-Pressungen aus den 1960er Jahren (wo beim Schnitt der Platten noch 15 Grad Einbauwinkel die Norm war). Leider haben fast alle Tonabnehmer inzwischen einen Einbauwinkel von 20 Grad (Ortofon) oder sogar 23 Grad (EMT).


    Viele Grüße


    Joachim

  • Hallo zusammen,

    ..........

    Auch spielte es recht technisch, sprich eckig und kantig im Sinne des musikalischen Flusses...

    .....

    :D:D:D Sehr lustig...


    Wenn das sich bei dir so anhört, tut es mir leid für dich.

    Aber da du ja mit deinem Classic-A eine für dich bessere Alternative gefunden hast ist ja alles gut.


    ........

    Es erinnerte extrem an das SPU#1 S, auf dessen Grundlage es auch aufgebaut ist.

    Dieses spielt wirklich gut und für das Geld ist es ein sehr gutes System.

    ............

    Genau wie du gesagt hast.

    Nur die Grundlagen sind die gleichen.

    Müßte eigentlich jedem auffallen der die technischen Daten vergleicht und sich beide Systeme mal genau angesehen hat.


    Ansonsten ist es mir persönlich ziemlich egal ob das Wood A bei Anderen besser oder schlechter klingt. Ich wünsche euch allen einfach nur das Beste und viel Spaß beim gemeinsamen Hobby.

    Und auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:


    ".... Mehr (= besseren) Klang brauche ich nicht mehr. Sehr entspannend + 8) ."




    Herzliche Grüße und bleibt gesund

    Volker

    Qui habet aures audiendi audiat

  • Hallo Joachim.

    ich hatte bis jetzt insgesamt 3 SPU Synergy's und keines schaffte die 70mü.

    Ein von ATR geliehenes GM mit Rundnadel schafte anstatt 60mü sogar 70mü.

    Ein GME aus dem Forum schaffte auch die Spezifikation (übertraf sie aber nicht).

    Ich weiß nicht ob ATR dieses System für eigene Vorführungen, bzw. Tests verwendet.

    Generell habe ich den Eindruck, dass bei Tonabnehmern häufig eine große Serienstreuung vorhanden ist und gleichzeitig nicht mehr viel an Endkontrolle** passiert.

    Ein individuelles Messprotokoll wird bei vielen TA - Hersteller nicht mehr beigelegt.


    ** Um ehrlich zu sein, kann ich mir gut vorstellen, dass teilweise überhaupt keine Endkontrolle mehr stattfindet.

    LG


    Horst

  • Hallo Volker!


    Ich weiß, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen sollte.

    Meine Intention war lediglich ein SPU in einem A Shell zu suchen, welches verfügbar ist und ein Shindo SPU oder Classic A ersetzen könnte.

    Daher mein Ansatz des Vergleichens war nicht nach rein technischen Gesichtspunkten zu schauen, sondern zu schauen was ein Wood A so kann in optimaler Peripherie für ein Classic A.

    Ein Schick mag ein sehr guter Tonarm sein, vielleicht zeigt er nicht die Unterschiede wie es ein EMT 997 macht. Ob das jetzt gut oder schlecht ist kann ich nicht beurteilen, denn es kann natürlich sein das er ein Mismatch mit dem Wood A darstellt.

    Deswegen sagte ich, dass sich die Erfahrungen nicht allgemein gültig darstellen, sondern vielleicht hilfreich sind für Leute die ähnliche Peripherie wie ich haben.

    Allein der Lautsprecher kann hier einen starken Einfluss haben, denn an Salabert sind damalige Vergleiche mit SPU Gold und Gold Reference auch anders ausgefallen und waren weitaus weniger deutlich.

  • Hallo Maik,


    Danke für deine schnelle Antwort :thumbup:

    In unserem Fall spielt das gleiche System in unterschiedlicher Umgebung/Set-up und genauso zeigen sich die Meinungen.


    Aber sehr interessant und es bewahrheitet sich wieder einmal für mich, daß am Ende die Summer aller Teile zählt.

    Klangliche Tendenzen bzgl. des gleichen Equipments scheinen sich ja meistens zu bewahrheiten obwohl jede(r) Anlage/Raum im Details anders ist.

    Um so mehr erstaunte mich daher deine Aussage bezüglich des Verhaltens des Wood im Sinne des musikalischen Flusses.

    Aber OK. Es ist wie es ist.


    Vielleicht haben wir ja eines Tages die Chance unsere Anlagen beim jeweils anderen zu hören. Freuen würde es mich schon.



    Herzliche Grüße und bleib gesund

    Volker

    Qui habet aures audiendi audiat

  • Hallo Reinhard,


    Classic A - also Alnico Magnet und Rundnadel.


    Ich hatte den Thread hier vor der Entscheidung komplett gelesen und auch viele gute Hinweise erhalten. Ich wollte eine deutlich andere Ausrichtung als mein Acoustical Systems Palladian. Daher hatte ich mich für die "SPU pur" Variante entschieden.


    Erstaunt bin ich tatsächlich, wie offen und energiegeladen das SPU spielt. Der Mitteltonbereich ist sehr gut aufgelöst, die räumliche Tiefe ist auch gut.


    Einen Vergleich zum Acoustical Systems Palladian erspare ich mir aber an dieser Stelle.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, mir aus Spaß an der Freude irgendwann eine weitere SPU A Variante zuzulegen.


    An den Einstellungen habe ich derzeit in der Einspielphase noch nicht gespielt:

    - Auflagekraft: 4,1g

    - VTA: Arm hinten minimal höher


    In den ersten 10 Stunden habe ich schon Einspieleffekte wahrgenommen, dies hat sich jetzt aber gegeben (das System hat nun 15 Stunden gelaufen). Mal "sehen", ob da noch mehr passiert. Müsste es aber eigentlich gar nicht. Ich bin happy.

    Grüße,
    Jonas


    "Das Problem bei Zitaten im Internet ist, dass man nie weiß, ob sie authentisch sind." -Abraham Lincoln-

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  • Hallo zusammen,

    Hallo Jonas,


    kann ich so nur unterschreiben. Klasse System.

    Dynamisch, energiegeladen, offen und mit einer wunderschöne Auflösung. Mein SPU #-1 E war nicht schlecht als Einstieg in die SPU Welt aber das Wood A toppt es in allen Bereichen.



    Herzlicher Grüße

    Volker







    Herzliche Grüße

    Volker

    Qui habet aures audiendi audiat

  • irgendwann eine weitere SPU A Variante zuzulegen.

    Hallo Jonas,


    sicher keine falsche Entscheidung!

    In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, das Ken Shindo nicht ohne Grund diese Abtaster in veränderter Form verwendet. Bei mir befindet sich noch ein SPU-Synergie, jedoch im Vergleich zu meinen beiden Shindo-Systemen nicht zu meinem

    Favoriten zählt, was aber auch daran liegt, dass ich vorwiegend Klassische Musik höre. Bei einem Pop-Jazz-Hörer könnte es anders sein. ;)


    Viele Grüße

    Reinhard

  • Ich finde sowohl Wood A, Synergy A als auch Shindo A interessant.

    Das Synergy kenne ich aus der Kette eines Freundes ohne es bislang mit dem Classic A verglichen zu haben.

    Und ich hoffe, dass ich Balazs dieses Jahr noch zu einem Besuch bei mir bewegen kann und er sein Wood und Shindo SPU mitbringt. :)

    Grüße,
    Jonas


    "Das Problem bei Zitaten im Internet ist, dass man nie weiß, ob sie authentisch sind." -Abraham Lincoln-

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