Einstieg in die Röhrenwelt - macht der Ear 834 Clone Sinn?

  • Hallo zusammen,

    Martins Kunstwerke sind immer wieder beeindruckend . Große Klasse :thumbup:. Wahnsinns Aufwand und klanglich sicher top.

    Mit Sicherheit spielt das Netzteil eine entscheidende Rolle. Meine Phonovorstufe, ich rede jetzt vom Netzteil, hat fast exakt den gleichen Aufbau wie Martins. In Bezug auf Bauteile und Schaltung. ( Für die Anodenspannung ) Es werkeln 7 Lundahl Spulen. Die ersten 3 "natürlich in Serial connection for improved commen mode rejection. :wacko: Danach bekommt jede Röhre nochmal eine extra Spule. Man gönnt sich ja sonst nichts!

    Leider ist mein Verstärker auch nicht stiller als der EAR;( Beide sind nicht lauter als ein CD-Player.

    Wie wirkt sich nun das Netzteil auf der Klang aus?? Keine Ahnung ! Habe "natürlich " auch andere Varianten probiert . Geregelt! Selbstverständlich mit Röhren. Was besser klingt, kann ich nicht sagen:sorry:. Jetzt noch die Röhrenheizung. TdP nimmt 2 Kondensatoren und einen Wiederstand. Und das reicht! Kein Brumm. Ich habe ein Netzteil mit Teilen von Thel . ( Hatte ich noch rumliegen ) Also extra Trafo mehrfache Stabilisierung. Damit kann man auch einen kompletten Vorverstärker antreiben. Ergebnis: Auch kein Brumm :) Martin hat noch größeren Aufwand betrieben und hat sicher auch keinen Brumm.

    Kritik an der Schaltung des EAR? Verbietet sich meiner Ansicht nach. TdP ist mit Sicherheit weltweit einer der renommiertesten Verstärkerentwickler.

    Viele Grüße

    Stefan

  • Kritik an der Schaltung des EAR? Verbietet sich meiner Ansicht nach. TdP ist mit Sicherheit weltweit einer der renommiertesten Verstärkerentwickler.

    Hallo,


    da will ich dir ja nicht unbedingt wiedersprechen , aber jeder kommerzielle Verstärker ist an den "Kommerz" gebunden , d.h. wirtschaftlichkeit/preis/gewinnspanne etc. Ich weiss wovon ich rede , habe selber mal VV für einen Bochumer Vertrieb in grösseren Stückzahlen gebaut, da wurde um jeden Pfennig gefeilscht.

    Ausserdem ist der EAR834 ja nur das Einsteigermodell von TdP , also ist es ja auch seine Meinung das es besseres gibt :)


    gruss

    juergen

  • ElvisJunkie !

    Deine Frage ist vorhin etwas im Technik Geplänkel untergegangen!

    Somit werde ich versuchen, dir zu antworten.

    Im Clone spielt bei mir 3x 12ax7 Tung Sol, was sich als sehr gute Röhre heraus gestellt hat. Sie kommt von ganz unten mit Druck und auch Finesse.

    Mein zweiter Favorit ist die

    12ax7 Elektro Harmony

    Sie löst sehr sauber auf, hat aber nicht den Punch im unteren Keller!

    Preislich liegen beide auf gleichem Niveau

    Der dreier Satz um die fünfzig €

    Bei Kunisch.

    Hoffe, ich konnte dir etwas helfen!


    Ahoi


    JÜRGEN

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Morgen Juergen

    Das ist sicher so wie du es schreibst. Ich selbst kann nur meine Erfahrungen schildern. Und die sind nicht sehr umfangreich. :( Glaube aber, dass" Viel " nicht immer viel hilft. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass der Aufwand den ich getrieben habe überflüssig war. Der EAR834 ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es auch einfacher geht. Nicht umsonst ist das Teil so erfolgreich. Klingt einfach sehr gut. TdP weiß halt wie es geht. Habe bei Thomas Mayer eine Phonovorstufe für 75000 Euro gesehen. Geht noch mehr ?

    Ist das der bessere Verstärker? Da gibt es dann keine Luft mehr nach oben? Oder soll hier eine Käuferschicht bedient werden, die daran glaubt, dass mehr Aufwand gleich besserer Klang ist?

    Gruß Stefan

  • Hallo Zusammen,

    Meine, im EMT139 treibt eine ECC82 einen 6:1 Ausgangs-Übertrager.


    Und so schlapp ist die mit ca. 10mA doch auch nicht, auf jeden Fall eine andere Größenordnung als die ECC83.

    Das ist ja auch das was ich meine. Mit so einem Kathodenfolger geht das. Mit den Ministrömen und ECC83 in der EAR eben nicht.

    Martin hat noch größeren Aufwand betrieben und hat sicher auch keinen Brumm.

    Brumm ist da schon. Der ist immer da. Sieht man ja im Spektrum. Nur ist die Spitze ziemlich niedrig. Jenseits von Gut und Böse ;) Die EAR ist da viel schlechter.

    Kritik an der Schaltung des EAR? Verbietet sich meiner Ansicht nach. TdP ist mit Sicherheit weltweit einer der renommiertesten Verstärkerentwickler.

    Genauso verbietet sich eigentlich die Lobhudelei auf die geniale Schaltungsentwicklung. Alles schon da gewesen.

    Jetzt noch die Röhrenheizung. TdP nimmt 2 Kondensatoren und einen Wiederstand. Und das reicht!

    Einige Jahre nach Fertigstellung meiner LCR stimme ich in diesem Punkt zu. CRC reicht in der Heizung. Bei der Anodenspannung lohnt sich aber der Aufwand.

    Habe bei Thomas Mayer eine Phonovorstufe für 75000 Euro gesehen. Geht noch mehr ?

    Bestimmt. Noch mehr Auflösung, Detailreichtum, Bühne usw. All die Attribute die immer so gerne genannt werden. Aber was ist dann mit der Musikalität? Die bleibt dabei ein wenig auf der Strecke. Etwas weniger ist vielleicht mehr.


    Viele Grüße

    Martin

  • Moin Martin


    Das ist ja auch das was ich meine. Mit so einem Kathodenfolger geht das. Mit den Ministrömen und ECC83 in der EAR eben nicht.

    Deswegen habe ich in V3 die ECC82, Beschaltung und Stromversorung entsprechend, aber händeweg bei den Kaufklonen und Originalen!


    Genauso verbietet sich eigentlich die Lobhudelei auf die geniale Schaltungsentwicklung. Alles schon da gewesen.

    Sachliche Kritik, bei richtiger Betrachtung der Randbedingungen ist immer erlaubt. Ist doch eine tolle Schaltung, in Einzelteilen alles schon dagewesen. Ich habe hier viele Funkschauen aus den 50er und 60er, aber dieses "Timmy-Arrangement" habe ich so nicht gesehen. Der EAR ist sicher ein kommerzieller Erfolg und das spricht auch für ihn. Und es bleibt jedem unbenommen, durch mehr oder weniger Materialschlacht, mehr herauszuholen. Ich bin durch unsere Betrachtungen im Frühjahr überhaupt erst auf dieses Projekt gekommen und nun überarbeite ich als Folge meinen VV, einschließlich Passiv-RIAA!.


    Grüße,

    Holger

  • Hallo Martin,


    zum Thema, wird kaum allgemein interessieren, hab ein wenig gestöbert und gefunden habe ich nichts, nämlich die RIAA in der Gegenkopplung direkt niederohmig ins Gitter wie Tim das gemacht hat. Und prima auf erhöhtem Spannungsniveau durch die erste Stufe.


    Bei Kaskoden-Schaltung ist das vorzufinden, aus der Anode heraus. Andere Geschichte.


    Das gängige bei aktiver RIAA ist die Gegenkopplung in die Kathode. Und die hat erhebliche Schwächen.


    Grüße,

    Holger

  • Ich hatte damals eine der ersten EAR834P die in Deutschland erhältlich war.

    Damals waren 2 ECC83 und dann eine ECC82 als V3 eingebaut. Wurde wohl später wieder geändert.

    Hatte auch einen 834 Vollverstärker, war der 3. in Deutschland. Wurde noch vom Meister persönlich gebaut, musste deswegen fast 6 Monate drauf warten.

    War aber anders aufgebaut als die späteren, aufwendiger im Netzteil und vor allem auch noch deutlich preiswerter.

    Jetzt mit Yoshino ist alles anders und wohl auch schlechter und vor allem teurer.


    Grüße

    Frank

  • Frank ,

    so pauschal bzgl. " wohl schlechter " würde ich das nicht sagen. Es sei denn du hast die heutigen Geräte prüfen können. Teurer JA ... da stimme ich dir zu. Theorie ist aber das eine und das Hören immer das andere. Schließlich hören wir Musik und analysieren sie nicht nach ihrer technischen Umsetzung ;)

    VG Thorsten





    stst motus / EAR 834P Deluxe / RV mit MIG-Röhren / GW Box

    Mitglied der AAA

  • Guten Abend zusammen

    Mich hat der EAR 834 nachhaltig beeindruckt. (Ist das schon Lobhudelei ?) Als Original sicher nicht billig aber immer noch erschwinglich. Sicher gibt es aufwändigere Lösungen ( allein die Spulen, die ich in meiner Phono verbaut habe, kosten doppelt so viel wie der China EAR;(;(;(). Seit ein paar Tagen frage ich mich: Wieviel ist genug:?:Macht sehr hoher Aufwand in der Elektronik Sinn um kleine Verbesserungen der Messwerte zu erreichen? Das mit Abstand schwächste Glied in der Kette ist der Lautsprecher. Die Fehler, die hier auftreten, sind im Vergleich zu den Fehlern , die die Elektronik mach riesig. Selbst sehr preiswerte Verstärker liefern viel bessere Messwerte als die besten und teuersten Lautsprecher. (Von den Teilen, die die meisten von uns benutzten, mal ganz zu schweigen)

    Gute Elektronik ist OK. Aber ab einem gewissen Punkt macht noch mehr keinen Sinn. :sorry::off:

    Gruß Stefan

  • Hallo Stefan,

    Macht sehr hoher Aufwand in der Elektronik Sinn um kleine Verbesserungen der Messwerte zu erreichen?

    Also mir geht es nicht um Verbesserung der Meßwerte.


    Dann müßte mir nämlich zum Beispiel ein sich sehr gut messendes MTA Konzept gefallen. Tut es aber nicht, sondern das sich deutlich meßbar schlechtere.


    Ein aufwendigeres Konzept daher nur an Meßwerten festzumachen, halte ich daher für nicht richtig.


    Aber vielleicht hast du bei deiner aufwendigen Phonovorstufe das entspannte Musikhören vegessen ;)


    Viele Grüße

    Martin

  • Aber vielleicht hast du bei deiner aufwendigen Phonovorstufe das entspannte Musikhören vegessen


    Viele Grüße

    Martin

    Neee Martin!

    das hat Stefan bestimmt nicht , das kannst du mir glauben.


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Liebe Gemeinde,

    kommt hier wer aus der Nähe von Recklinghausen/Umkreis der einen Clone zwecks vorführung bei mir zu Hause zur Verfügung stellt? Gibt auch lecker Kaffee.

    Acoustic Solid Machine Small, Dual 704, Benz Wood SH, Devialet 200, Tannoy Prestige Stirling GR