Zeigt her eure Röhrengeräte...

  • Ich kann nicht beurteilen ob mein Rentner Röhrenschrauber Recht hat, aber mir wurde gesagt die alten Gleichrichter begrenzen den Strom fluß und somit die Leistung der alten Röhrengeräte. Ein Außtausch könnte Sinn machen.

    Nach meiner Praxis werden insbesondere die roten Plattengleichrichter (Siemens/meistens Einweggleichrichtung) hochohmig, im Ergebnis ist dann die Anodenspannung zu niedrig.

    Diese Plattengleichrichter findet man aber überwiegend nur in Fernsehern.

    Bei Rundfunkgeräten machen die schwarzen runden (Elko-ähnlichen) Selengleichrichter von AEG Sorgen.

    Durch die abgesenkte Versorgungsspannung verschieben sich natürlich auch alle Arbeitspunkte, somit hat er Recht.

    Sie werden eben übrigens nicht nur hochohmig sondern stinken auch gut.

    Die flachen Siemens-Gleichrichter mit Alu-Gehäuse sind relativ unproblematisch.


    Gruß,

    Fernseheumel

    Klassik, Rosenkohl, Jazz, Saumagen, Tote Hosen, Spargel, HipHop, Grünkohl, BAP, Hähnchen, Michael Jackson und Blaukraut kommen mir nicht auf den (Platten-)Teller! :P

    Einmal editiert, zuletzt von Fernseheumel ()

  • Die positiven Erfahrungen mit den flachen Siemens Gleichrichtern habe ich auch. Geräte mit den runden AEG Gleichrichtern und mit roten Flächengleichrichtern habe ich nicht. Die waren meiner Erfahrung nach in Hifi Röhren Geräten der 60er nicht verbaut. Die flachen Siemens Gleichrichter waren fast immer flächig an die Metallgehäuse geschraubt und konnten so ihre Abwärme gut loswerden. Vielleicht trägt auch dies zu ihrer besseren Betriebssicherheit bei.


    Gruß

    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • In einem Grundig NF1 habe ich vor etwa 2 Jahren den Siemens Gleichrichter mit Aludeckel ersetzt - wegen zu hohem Spannungsverlust. Ersatz mit Silizium-Gleichrichter plus Reduzierwiderstand.

    Grüße Andreas


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    We shall never surrender!

  • Es ist manchmal etwas merkwürdig. Gerne nimmt man an einer Stelle uralte NOS Ölpapierkondensatoren, an anderer Stelle dann bessere, neuere Bauteile.

    Bei den Gleichrichtern macht das imho auch wirklich Sinn.


    Grüße

    Frank

    Konfuzius sagt:

    Erst wenn eine Mücke auf deinem Hoden landet, wirst du lernen, Probleme ohne Gewalt zu lösen.

  • gebratzelundgetritzel


    Es ist wie mit alten englischen Autos: eigentlich möchte man ne schöne Tour genießen, stattdessen beseitigt man Ölflecken. Völlig unerwartet natürlich.


    So auch mit der SC22 im homeoffice. Unerwartetes gebritzel und gebrutzel auf einem Kanal. Alle Kontakte gereinigt, das klang nun großartig verbessert, ziepste und spratzelte aber noch immer. Sporadisch. Egal was ich unternahm der Kanal blieb launisch, immerhin immer an der selben, schnell eingekreisten, Röhrenposition. Wie erklärt man also der Partnerin, dass man ne Platine immer wieder reinigt und fönt? Besser gar nicht.

    Aber das war es: eine Röhrenfassung nebst Pertinax hat wohl zu tief in den Iso (oder den dadurch aufgeweichten Matsch) geschaut und lustige Effekte produziert. Wer kommt auf sowas? Ich viele Meetings lang nicht aber jetzt klingt es wieder gut und, besonders wichtig, der SC arbeitet zuverlässig. Trotzdem, ich mag das alte Zeug sehr - sustainable und ein guter Grund, viele Werkzeuge und Messgeräte zu haben :)

  • Etwas überraschend die Frage von meiner Seite:


    Was ist der Unterschied zwischen einem „ the Fisher x-100“ und einem „the fisher x-100-3“?


    Es geht mir nur um die Maße bezüglich des Gehäuses. Die sollten ja bei dem Modell gleich sein, oder?


    Grüße Chris

    - what it lies in our power to do, it lies in our power not to do -

  • Ja, schönes Teil, aber den DA-30 bekommt man ja schon länger nicht mehr (na gut, vlt. hie und da noch gebraucht).

    War noch ein 'bezahlbarer DA' - die Nachfolger (50 und 88) gehen ja dann leider schon ganz ordentlich in's Geld.


    BG

    Bernhard

  • Vielleicht erinnern sich noch einige Leser an den Bericht über die unerwartete Reparatur der SC22?


    Letztens war es wieder so weit: wir wollten eine Radio P2 Übertragung aus der Berwaldhalle hören, analog gestreamt sozusagen. Der FMT1 spielte bisher zuverlässig und klingt sehr schön im homeoffice setup, Freundins Favorit.

    Aber ihr ahnt es, nichts tönte wie erhofft denn immerhin reden wir von englischen Klassikern…..


    FMT1 6


    FMT1 4



    Irgendwann hatte ich das Gerät schon mal überholt aber nun schien der Selen Gleichrichter keine Lust mehr zu haben. Gleichspannung zu niedrig, da wollten nachfolgende Stufen nicht mehr.

    Gegen einen Silizium Brückengleichrichter getauscht (hotfix, nichts passendes in Selen gehabt…) und die Spannung über Widerstände angepasst. Erst rechnen und dann empirisch weitermachen, mehr TLC als üblich benötigt jeder Senior.


    FMT1


    Einen FMT1 mit original Stereomodul, gibts das? In meinen wurde mal sehr professionell ein moderner Dekoder eingebaut.


    FMT1 2


    Nun funktioniert wieder alles, klingt prima und auch die Mechanik ist frisch geölt :)



    FMT1 3

  • Sehr chicce Geräte, diese Radfords. Die würden mir auch viel Spaß bereiten. Leider habe ich Vor- und Endstufe noch nicht auf dem Werktisch gehabt. Viel Spaß damit und Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Der Leben ist ein feines Teil

    Klingt gut schaut gut aus und ist sehr hochwertig verarbeitet.

    Habe meinen Gebraucht zu einem guten Kurs bekommen !

    Denn aktuellen Neupreis wer ich nicht bereit zu bezahlen.


    Meiner ist nicht mehr bei mir weil ich die Röhren sehen möchte 😅

    Und da gibt es halt ☝️ für mich bessere Lösungen


    Gruß Andreas