pseudo symmetrisch besser als klassich Cinch

  • Für die Anbindung meiner beiden Tonarme TA-210/Groovemaster II nutze das dem Ortofon Tonarm zugehörige Ortofon 6nx TSW 1010. Mir ging das ständige Umstecken auf den Kecks, da viel mir ein das ich noch ein Van den Hul d-501 Silver Hybrid im Schrank liegen habe und habe es am Groovemaster II angeschlossen.


    Bei der Verwendung des Van den Hul kam es zu starkem Brummen, das sich durch verdrehen der Cinch Stecker minimieren ließ, aber nicht vollständig verschwand. Beim durchmessen des Kabels konnte ich keinen Fehler feststellen, auch die Begutachtung der Stecker brachte nichts neue zu Tage. In mehreren Berichten im Netz konnte ich aber lesen, dass das Van den Hul schonmal Probleme mit Brummen macht.


    Das Van den Hul ist wie folgt verlötet:

    - M-Din Stecker: rote Ader + Li/Re, weiße Ader - Li/Re, separat herausgeführtes Arm Ground Kabel

    - Cinch Stecker: rote Ader +, weiße Ader und Schirm auf Masse


    Da ich noch zwei Bulled Plug Nachbauten liegen hatte, habe ich die Original Van den Hul durch diese ersetzt und wie folgt verlötet:

    - rote Ader +, weiße Ader -, Schirm nach außen geführt zum anschließen an die Masse Sammelschiene.


    Seitdem habe ich mit brummen keinerlei Probleme mehr, ob es sich klanglich auswirkt, kann ich mangels passendem Vergleich aber nicht beurteilen.


    Das QED reference Audio 40 ist vom Aufbau ähnlich dem Van den Hul, hat das schon mal einer von euch verbaut und kann was dazu sagen?

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Ich habe mir für meinen Technics ein MC-Kabel aus Telefonkabel gemacht. Natürlich 2x2-Kreuzsymmetrisch, pseudosymmetrisch angeschlossen, der Folienschirm liegt nur auf den Cinchsteckern. Kapazität etwas über 230pF. Absolut störfrei.


    k_IMG_1735.JPG

  • Hallo Nadja,


    ich habe mir die Bilder mit den Lötstellen in den WBT Sreckern mal angeschaut.

    Wenn Du die Stecker mit einem Heißluftfön erwärmst kannst Du die Bereiche wo du später Kabel anlöten möchtest besser vorverzinnen. Danach die Kabel einführen und nochmals erwärmen, dann lässt es sich völlig entspannt löten.


    VG

    Dieter

    LW mit luftgelagerter Tellerachse sowie Teller mit Outer Ring und VTA- Lifter, diy

    Dr. Fuss Steuerung

    Kabelkonfektion diy

  • Hallo aus Sevilla, ich habe nach 20-jaehriger Vinylabstinenz meine Platten wieder aktiviert. Ich habe mir den Techniks 1210GR hingestellt , weil das mein letzter Plattenspieler sein soll.

    Dieser Thread scheint der einzig aktive zu sein, der sich mit Phonokabeln befasst.

    Verzeit mir bitte schon im Voraus, wenn einige meiner Fragen Grundsaetzliches betreffen.

    Ich gehe mal davon aus, dass bei MC`s die Kapazitaet der Kabel keine grosse Rolle spielt, bei MM`s und MI`s dagegen schon. Richtig? Ist es dann nicht vernuenftig fuer MC´s symetrische Kabel (z.b. Van den Hul silver Hybrid) und fuer MM und MI unsymetrische wie RG62, RG 142 oder aehnliche zu nehmen? Ich habe mir jetzt erstmal fuer das MM Ortofon Bronze 50cm Rg 142 mit Deltron-Cinch und fuer das MC Denon103R 50cm Van den Hul symetrisch mit Rean Cinch zusammen geloetet, wobei ich den Schirm an den Plattenspieler direkt und mit einem 10Ohm-Widerstand an den Phonoverstaerker angeschlossen habe ( Vorschlag von Andreas/Platten-Spieler.de).

    Hierzu Anmerkungen?

    Gruesse aus Sevilla

    Helge

    Code
  • Bei 50cm brauchst Du Dir glaube ich keine großen Gedanken über die Kapazität des Kabels machen. Da kannst Du auch das "symmetrische" Kabel für MM nehmen.


    Gruß

    Andreas

    Die Natur ist zwar nicht unfehlbar, doch hält sie stets an ihren Fehlern fest. (Saki)


    Optimist: "Geil, schon Mittwoch.",
    Pessimist: "Scheiße, erst Mittwoch.",
    Realist: "Noch 8252 Arbeitstage bis zur Rente."

  • Sommer Mikrophon Kabel SC-Micro-Rage 47 pF / Meter, zwischen den beiden Seelen. Das ist die niedrigste Kapazität die es gibt

    Verstehe ich nicht ganz, das ist doch zwischen Ader/Ader wo bleibt denn der Schirm?

    Mit Schirm sind es 120pF oder übersehe ich etwas ?

    Besten Gruß

    Berthold


    "Ich bin froh, einer dieser Menschen zu sein, der problemlos Musik hören kann ohne dabei joggen zu müssen!"

  • Verstehe ich nicht ganz, das ist doch zwischen Ader/Ader wo bleibt denn der Schirm?

    Mit Schirm sind es 120pF oder übersehe ich etwas ?

    NEIN, den Schirm nutze ich als SCHIRM von Chassis zu Chassis.

    Eine Ader ist Plus (rot), die andere Ader ist Minus (weiß). Zwischen beiden Adern ist es 47 pF. Mit Cinch Stecker erhöht sich der Wert.

    Der Schirm darf nicht mit dem Cinch Stecker-Gehäuse in Kontakt geraten, muß mit Schrumpfschlauch isoliert werden.

    Daher pseudosymmetrisch.

    Der Klang verändert sich sehr positiv mit dieser Schaltung. Ich habe dies mit einem klassischem Cinch Kabel mit selber Kapazität ausprobiert.


    Heute habe ich in zwei WBT Stecker je einen 68 pF Kondensator eingelötet, so habe ich ca. 150 pF. Das nutze ich für das Grado Platinum Mono mit 47 k.

  • Ddas klingt, als haette ich etwas ueberkompensiert..

    Danke erstmal

    Helge

    Helge,

    es geht nicht nur um die Kapazität, die ist außerhalb, wie Du selbst sagst, von MM & MIs egal.

    Es geht um die Art der Kabelschaltung.

    Durch die pseudosymmetrische Cinch Kabelschaltung sind beide Adern besser abgeschirmt.

    Warum dieses Art der Kabelschaltung den Klang merklich verbessert, weiß ich selbst nicht.

    Es könnte mit der besser geschirmten Signalübertragung zusammen hängen.


    Ein Schritt weiter, wäre, Kabel zu nehmen, wo jede einzelne Adern einen eigenen Schirm besitzt.

    Solche Kabel benutze ich für meine Tonarme.

  • Der Schirm darf nicht mit dem Cinch Stecker-Gehäuse in Kontakt geraten, muß mit Schrumpfschlauch isoliert werden.

    Hallo Nadja,


    das ist leider in vielen Fällen nicht gewährleistet. Die Masseverbindung zum Schirm holt man sich durch die „Hintertür“ wieder rein. Die meisten MM‘s haben am Gehäuse Verbindung zu einem Minus-Kontaktpin. Wenn dann der TA leitend über Tonarm und Chassis verbunden ist ist die Schleife geschlossen. Die andere „Hintertür“ ist ggf. die interne Verbindung im Vorverstärker zwischen Cinch-Aussenring und Chassis. Das hat mir auch schon Probleme gemacht und ich bin wieder auf Asymmetrie umgestiegen. Ich rate jedem der entsprechende Umbauten plant vorher genau die Masseführung zu prüfen. Ist der Schirm mit im Signalkreis wird die Kapazität deutlich erhöht und da reagieren einige MMˋs sehr allergisch drauf.


    Die Grado-MI‘s haben alle eine sehr kleine Generator-Induktivität und sind daher bez. Lastkapazität sehr gutmütig. 👍


    Beste Grüße

    Ulrich

  • Hallo Nadja,


    das ist leider in vielen Fällen nicht gewährleistet. Die Masseverbindung zum Schirm holt man sich durch die „Hintertür“ wieder rein.

    Beste Grüße

    Ulrich

    Jup Urich,

    da gebe ich Dir recht.

    Dennoch ist die Kapazität mit den beiden Seelen viel niedriger als mit einem klassischen Cinch Kabel.

    Sicherlich gibt es eine indirekte & direkte Verbindung irgendwo zwischen Minus & Chassis.

    Dennoch wirkt sich diese Art von Schaltung sehr positiv auf den Klang aus. Und die Kapazität stimmt.

    Die Kapazität stimme ich via Gehör ab.


    Wenn Du magst, kann ich Dir so ein Kabel in verschiedenen Kapazitäten zum Testen zu schicken.

  • Hallo Nadja,


    vielen Dank für das Angebot, das ist sehr freundlich!


    Ich habe in der Vergangenheit selbst diverse Kabel getestet und bin mit meinen jetzigem Setup (Inak NF102, asymmetrisch) absolut zufrieden. Daher hat sich die testerei für mich erst mal erledigt - ich höre schon lange nur noch Musik :).


    Beste Grüße

    Ulrich

  • Ich komm da nicht mehr mit, die eine lassen den Schirm ganz außen vor und die anderen legen ihn einseitig entweder am Tonarm oder Pre an....

    Elektrik is leider nicht meine Stäke👀

  • Ich möchte Nadja einfach hier mal ein Kompliment machen: Super, Deine Anregungen und Mtteilungen!

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Danke Michael für die Blümkins!


    Södele ...,

    werde die Tage weiter experimentieren. Das Dreher "Erdungskabel" extra führen. Die Schirmung nur einseitig auflegen.

    Ich habe mit einem befreundeten Elektroniker, der Beleuchter an einem Theater ist mich dadrüber unterhalten. Der sagte auch, das die Schirmung immer einseitig aufgelegt wird.

    In meinem RFT SV 3000 ist bei der internen Verkabelung der Schirm auch nur einseitig aufgelegt.

    Mal gucken wie ich das beim Dreher realisiere? Da ja die Dreherschirmung bis zum Headshell geht.

    Hier fiel mir auf, das bei SME Bajonetanschlüßen der Schirm am Tonarmrohr nur durch einen Klemmring übertragen wird. Besser ist es, diesen direkt mit der SME Kupplung von außer zu verschrauben. So wie das bei geraden Tonarmen auch ist. In der Regel sind die Tonarmrohre aus Alu, daher ein sehr schlechter Spannungsleiter. Ober gar Carbon.

    Daher nehme ich zweifach geschirmtes Tonkopfkabel für den Tonarm.