Kenwood L-07D Der meistgesuchteste Plattenspieler?

  • Hallo,

    Das finde ich toll, dass die Original Arme dabei sind, nicht limitierend und somit als „Paket“ betrieben und verglichen werden können.

    Irgendwie finde ich solche Komplettspieler „sexy“, mit „eingebauter Reduktion der Spielwiesen und der Baustellen“.

    Viel Spaß, berichte bitte weiter!

    Schöne Grüße
    Balázs

  • Irgendwie finde ich solche Komplettspieler „sexy“, mit „eingebauter Reduktion der Spielwiesen und der Baustellen“.

    Das ist auch meine Ansicht bzgl. meines dps.

    Es gibt natürlich auch andere Ansichten, die entsprechenden Foristen haben dann Laufwerke mit mehreren Tonarmen oder mehrere Plattenspieler.

    Jeder wie er mag. Und das ist auch völlig okay so meiner Meinung nach.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Moin!


    Mir ist das Design des L07 zu 'barock' finde z.b. den SP10 in seiner Geradlinigkeit schöner.


    Beim großen European Triode Festival Turntable Shootout im Jahr 2011, wo zahlreiche Teilnehmer ihre Favoriten angeschleppt hatten, war übrigens auch ein gepflegter Kenwood L07 dabei. Hat sich bei dieser Hör-Gelegenheit nicht nach vorn gespielt.


    Bericht von Holger Barske: https://holgerbarske.com/allge…mpressionen-vom-etf-2011/

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Hallo, ich kann sehr kurzfristig einen Kenwood L-07D bekommen. Allerdings ohne Arm.

    Ist es ein großer Stilbruch, wenn an diesem Laufwerk ein anderer Arm montiert würde?

    Wenn nein, was wären eure Vorschläge?

    Was gibt es dabei zu beachten?

    Gibt es irgendwelche Kriterien, die ich beim Erwerb des Laufwerks beachten soll.

    Es gehört derzeit noch einem Liebhaber, der ein zweites Laufwerk vom L-07D sich angeschafft hat, um ein lebendes Ersatzteillager zu haben, es aber bisher keinen Grund gab es auszuschlachten.

    Dann noch die vorsichtige Frage nach einer ungefähren Preissituation für dieses Laufwerk ohne Arm.

    Herzliche Grüße

    Hermann

  • Moin Hermann,


    da gibt es viele Kriterien, wobei ich selbst noch nie einen vor mir hatte.

    Viele Exemplare sind leider äußerlich vermackt. Ein Teil ist aus Holz und daher stoßempfindlich. Desweiteren sollte der Teller taumelfrei laufen. Ist es eine Europaversion oder Japan (100V-Netzteil). Schaltungstechnische Probleme weiß ich jetzt keine.


    Einen anderen Arm kann man natürlich nehmen, ab Werk gab es ja das Zusatzboard für einen Zweitarm. Der Originalarm ist schon recht durchdacht gemacht, aber auch schwer. Bei anspruchsvollen Laufwerken, zu denen der L-07D gehört, finde ich es keinen Stilbruch, einen anderen Arm zu montieren. Der L-07D ist auf Resonanzarmut gebaut und sein Design wurde bewußt technisch gehalten. Von daher sollte man (bis auf ordentlichen Zustand) die Optik weniger als seine technische Leistung bewerten. Ist er technisch noch gut, lohnt es sich, der Preis ist bei solch seltenen Laufwerken immer eine Findung aus Angebot und Nachfrage. Fehlende Teile, optische und technische Macken sollten auch immer Abstriche am Preis erlauben. Keramikmatte, Andruckring, etc. sind nette Zubehörteile, aber für den Betrieb nicht essentiell. Bei Hifishark kannst Du ja mal nach Preisen schauen.


    Der L-07D gehört zu den besten DD-Spielern, auf einer Reihe mit dem SP-10, TTS-8000, P-3, etc.

    Gruß André


    Gewerblicher Teilnehmer
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  • Hallo, Danke für die Hinweise, der Spieler hat leider keine Basis für den Originalarm.

    Ich lasse mir jetzt Fotos schicken, er steht bei einem Freund, ca. 150 km entfernt.

    Tendiere zu einem Dynavector DV501 oder SAEC, bin mir aber noch nicht ganz schlüssig wie ich das Basisproblem löse.

    Vielleicht habt ihr eine Idee, auch welcher arm für euch gut darauf passen würde, vielleicht auch der hier:

    http://korfaudio.com/blog86

  • der Spieler hat leider keine Basis für den Originalarm.

    ich meinte bzgl des 07'er Spannfutters eigentlich eher den Audiomarkt Anbieter des Tonarms,


    Gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK:

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Der Verkäufer hat mir gesagt, das der Kenwood den er verkaufen möchte keine Basis für den Original-Tonarm hat.

    das wusste ich nicht, hattest Du das bereits geschrieben?

    evtl habe ich ja was überlesen.

    Gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK:

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    AAA- Mitglied

  • Ich mag den original Arm nicht . Ein SAEC oder FR 64s ist sicherlich eine gute Alternative.

    ich bin mit dem original Arm sehr zufrieden . Er führt das BENZ Glider - L ohne Beanstandung . Ich könnte mir vorstellen das der Besitzer des zu verkaufenden Laufwerks

    die ausgebaute Basis mit Arm auf Grund des hohen Gewichts ( 3Kg ) als stand alone Arm

    verwendet . Wenn ich so manchmal hier lese über welche Wehwechen an manchen Armen

    und Laufwerken geklagt wird bin ich sehr froh meinen Plattenspieler seit über 40 Jahren

    ohne Beanstandungen fast täglich im Gebrauch zu haben .


    LG - Franz :)

  • Moin,

    auch mal mein "Senf" dazugeb...

    Das ich (naja meine Frau) auch einen besitzt wissen die wenigsten, ich repariere meist nur die Mechaniken der "Anderen" ;)


    Meine Erfahrungen dazu sind folgende:

    (Man darf nie vergessen, das die Geräte knapp 40 Jahre auf dem Buckel haben und entsprechend einige Wehwehchen haben, die, wenn sie sich nicht sichtbar oder durch Geräusche bemerkbar machen, von den Besitzern meist nicht bemerkbar sind, erst wenn es zu spät ist/war.


    Zum Laufwerk:

    Einstreuungen zum System halte ich für albern. Der Motor hat, wenn noch original und unverbastelt eine Platte obenauf und der Teller nicht nur zum beschweren sondern auch als Schirm zusätzlich unten eine Stahlplatte, der Abstand zusätzlich zum System bringt den Rest.

    Wers aber ganz genau haben will mit Schirmung, kann unten am Motor, dort wo die Kabel ausgeführt sind, an der Umlenkplatte (ist aus Pappe) ein zusätzliche Masseband anlöten, die Schraube die die Pappplatte hält, hat dafür zusätzlich eine Öse. War ggf den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen ?


    Probleme bei den Laufwerken die noch nicht überholt worden sind, gibt es immer. Zum einen ist das Öl aus dem Achslager "verdampft" und die verchromte Achse reibt langsam die Achshülse auf. Bitte aber dort kein "normales" Öl oder die "Kleber" aus der Bucht reinmachen, da muß schon passendes rein.


    Zusätzlich hat der Motor einen grundlegenden Fehler, der sich nach Jahren immer mehr zeigt und leider auch erst bemerkt wird, wenn es schon zu spät ist. Da haben wir schon sehr viele Bastelarbeiten gesehen, die alle zum Tod des Laufwerks führten. Der Achsspiegel hält keine 40 Jahre mit dem schweren Teller aus, schon gar nicht mit den Zusatzgewichten wie Ring und "Türstopper". Folge ist, das sich die Kugel einreibt und die Achse immer weiter nach unten rutscht, bis...ja bis der Aluring, der den Magnet hält sich oben an der Achshülse einreibt. Folge ist klar, Er macht nicht nur Geräusche beim Lauf sondern raspelt den oberen Rand der Achshülse aus. Die Späne fallen geschickterweise in die Achshülse und beschädigt die im oberen Teil massiv. Das ist kein Einzelfall!!! Das passiert halt nach Jahren, so viel Spiel hat der Magnetträger nämlich nicht. Wenn es dann ganz übel kommt, schafft es die Elektronik nicht mehr, die eh schon die Jahre gestresst wurde, da sich der Magnet ja immer weiter von den Spulen entfernt hat und der Strom für die Spulen daher immer weiter ansteigen mußte.

    Daher "per Hand mal den Teller drehen, "röchelt" es schon, bist du dabei :)

    Wir überarbeiten diese dann immer und ersetzen den alten beschädigten Achsspiegel durch eine Eigenanfertigung, die knapp doppelt so "hart" ist aber dennoch sehr gute (bessere) Laufeigenschaften besitzt.

    Wichtig: Wenn man den Teller vom Träger demontiert hat, kommt die Achse hoch und klebt an den Motorspulen. daher dann NIEMALS versuchen die Achse zu drehen, das beschädigt sofort die Spulen !!!!!

    Die Spulen kann man sicher nachwickeln, stelle ich mir nicht sehr kompliziert vor aber beim 07er haben wir das noch nie gemacht (machen müssen), bisher reichte es, die adern zu separieren und zu versiegeln.

    Ach ja, eines noch, man liest viel Blödsinn über die unten mittig angebrachte Madenschraube. Diese ist nicht zum Einstellen der Motorachsenhöhe sondern nur um evtl Schwingungen aufs Chassis zu "ziehen", daher diese nicht wie ein Ochse reindrehen, man beschädigt damit nur die Stahlplatte, die den Achsspiegel trägt, Folge ist das verbiegen der Platte und die Reste was an Öl noch in der Achse war läuft raus, da dichtet dann nichts mehr. Folge kann sich jeder ausmahlen ;)


    Nun zum Arm:

    Der Arm ist zweifelsfrei eine Mimose und ich habe in all den Jahren noch keinen gesehen, der zu 100% funktioniert. Mal abgesehen das die Liftmecha nicht richtig läuft (Standard) Haben eigentlich immer die Lager unter dem Massiven Gewicht in den Jahren gelitten. Kein Arm läuft sauber !!

    Eine Überarbeitung sollte man beim Gebrauchtkauf immer in Betracht ziehen !

    Abgesehen davon, das auch immer die "Zipfel" für das Antiscatingseil fehlen ist ein weiterer Schwachpunkt das Schneckengetriebe der Armhöhenverstellung, was nach Jhren immer wackelt wie ein Kuhschwanz und klar, die "Feststellbremse". Ich habe keine Ahnung, wieviele abgerissene Hebel ich in den letzten Jahren repariert habe.

    Leute, das Ding ist ein Gimmik, wenn die Höhenverstellung sauber läuft, braucht man den nicht wie ein irrer anziehen. Sollte aber die ganze Mecha nicht leichtgängig sein also der Hebel nicht butterzahrt anzuziehen sein, muß man die Basis mal überarbeiten.


    Back2 Armlager:

    Wie oben beschrieben, sind die Lager meist schon mau, da hat eine weich aufgehengte Nadel dann Müher auch gerade zu bleiben, das darf nicht sein, Trotz der schwere des Armes läuft dieser wenn er OK ist auch nicht träger als ein normaler leichtfüßiger Arm von XYZ.

    Als ich meiner Frau ihren gekauft habe, war dieser auch bockig, hätte ich nicht bemerkt, wenn Sie nicht eine Mimosennadel druntergepackt hätte. Ich habe dann lange nach guten Lagern gesucht ( und zig gekauft und probiert) bis ich die Faxen dicke hatte und von Stahl auf Vollkeramik umgeschwenkt bin. Leider war der Erfolg zuerst auch nicht der Knaller, trotz dessen, das die Lager um ein vielfaches teurer waren als die besseren Stahllager waren sie nicht arg viel besser.....naja, besser schon aber wenn ich das Ding schon mache dan MAX! Also habe ich mir eine Vorrichtung gebaut und die Lager 8h lang eingeschliffen...nennt man modern wohl "aging"

    ....danach war alles schick der Arm auf dem Armbock angeschubst läuft nun unendliche Runden bis er zum Stillstand kommt, so wollte ich es haben, auch ein leichtes minimales neigen des Armbockes mit Arm hat nun zur folge das der Arm schnell an die tieftste Stelle läuft...voila.

    Habe irgendwo mal ein Video dazu eingestellt, war das nicht hier ????

    Egal, Arm eingebaut, Mimosennadel drunter und sie läuft absolut mittig.


    Zurück zum Allgemeinen....

    Wer einen hat oder neu gekauft hat, bitte extrem darauf achten, das er absolut waagrecht steht, dabei nicht auf die Libelle verlassen, sondern ausmessen, sonst hast keinen Spass.


    Kaufempfehlung: ABSOLUT !


    Wir reparieren einige dieser Geräte und auch die SP10er (MK trallala) und wenn ich einen SP neben unseren 07er stelle, kann ich nur fett und hässlich lachen, der 07er ist weitaus präzieser als der SP, wenn auch nicht so "filigran" ;)


    Nachtrag:

    Die Stahlplatte finde ich zwar interessant aber trägt messtechnisch zur Verschlechterung des Klangbildes bei. Im Vergleich zu unserem 7010er, kreischen die Höhen, das habe ich gleich gehört und später in der Wrkstatt am Scope gesehen. Man sieht deutlich eine Erhebung und Schattensignal bei hohen Frequenzen. Ich denke die Meisten werden das nicht bemerken, da (sry das ich das erwähnen muß) die meisten Besitzer schon jenseitz der 40 sind und der Frequenzgang der Ohren entsprechend eingeschränkt ist, da wirkt sich eine Erhöhung des Hochtonbereiches wie eine Egalisierung des Frequenzganges an. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht und verschiedene Auflagen getestet, war schon kurz davor, wie es Technics gemacht gat um das Problem in den Griff zu bekommen, den Teller unten mit Bitumen auszugießen, scheiterte aber gottseidank daran, das ich zur Zeit so schwere Teller nicht auswuchten kann. Meine Lösung war einfach und auch die billigste......ich habe die Matte vom 7010er genommen und alles war Schick, die Schatten am Scope waren weg, sowie die Erhöhung der hohen Frequenzen.

    Aber das ist nur meine Erfahrung....die soll jeder für sich selbst rausfinden, was ihm am besten gefällt ;)


    P.S.

    Warum der Dreher meiner Frau gehört.....Sie wollte ihn haben und so habe ich mir wieder Akzeptanz für anderes Geraffel erkauft ;) ....ist aber auch ein schöner Dreher oder nicht ?


    Und wieder viel zu viel geschrieben und zu viel Zeit verschossen und das noch zu einem alten Thread....oh Mann*innen......