Welches Röhrenprüfgerät ist empfehlenswert?

  • Quote

    Die Frage ist ja immer wird die Röhre auf einem sinnvollen Arbeitspunkt gemeßen? Kann ein Gerät diese Spannungen und evtl. Kathodenwiederstände sinnvoll und am besten stabilisiert, also wiederholbar, bereitstellen.


    Es wird gemessen- mit Doppel- s.

    Widerstände nur mit i.


    Normalerweise muß man Röhren nicht messen.

    Es gibt Kennlinien vom Hersteller, die der Röhre zugeordnet sind, darum heißen die so.

    Aus diesen Kennlinien bestimmt man den Arbeitspunkt, wenn man dies selbst machen möchte.


    Im Allgemeinen reicht also das Prüfen benutzter Röhren, ob die Röhre gute Emission bei Gitter Null, wie beschrieben, hat.


    Bei Neuröhren ist von der Übereinstimmung mit der Kennlinie auszugehen- dafür garantiert der Hersteller. Bei teuren Röhren werden die ja noch heute mitgeliefert.

    Natürlich gibt es da bereits eine Toleranz- die ein Schaltungsentwickler sowieso berücksichtigen MUß.
    Ggf. gibt es Nachstellmöglichkeiten- bei Röhrenverstärkern ist das ja nicht unüblich.


    Darum ist das Messen bei den RPG's untergeordnet.


    Es gibt einige Fälle, in denen Messen nötig ist- Übereinstimmung/ Paaren von Röhren, sowie Aufnahme von Kennlinien unter bestimmten Betriebsbedingungen, die der Hersteller nicht angibt.


    Aber es ist richtig- Röhren messen lohnt sich normal nicht.

    In über 45 Jahren Praxis habe ich Tausende Röhren geprüft, aber nicht mal 10 Röhren gemessen.

  • Hallo Gabriel,

    prima Du hast ein paar Rechtschreibfehler gefunden, Du darfst sie gerne behalten,

    ich schenke sie Dir.

    Natürlich garantierte der Hersteller die Daten, aber wann war das ?

    Wenn ich gebrauchte oder NOS Röhren habe die in einer wohlmöglich ambitionierten Schaltung arbeiten sollen, egal ob HF oder NF dann empfiehlt sich schon das (aus)messen oder selbst das schlichte prüfen unter realen also typischen Betriebsbedingungen. Alles andere ist grobes Schätzen, welches auch seinen Platz haben kann und darf, nur im Zusammenhang des Matchen und der ambitionierten Verstärkerschaltung, die hier doch die Grundlage der Fragestellung war, schlicht nicht zielführend scheint....

    Viele Grüße Tobias.

    Dies ist alles nur mein Senf, ohne Anspruch auf universelle Richtigkeit...

  • Quote

    Rechtschreibfehler... Du darfst sie gerne behalten,

    ich schenke sie Dir.

    Nein, Danke.

    Quote

    selbst das schlichte prüfen unter realen also typischen Betriebsbedingungen

    DAS Messen, DAS Prüfen- ein Substantiv, groß geschrieben, hinter "realen" ein Komma bitte.

    Wer soviel Sorgfalt für Audiosachen andenkt, sollte auch Sorgfalt beim Schreiben anwenden.


    Meß- und Prüfgeräte simulieren meist NICHT die realen Betriebsbedingungen.
    Die beste Prüfung ist die Realität.
    Aber: Für Spezialfälle werden spezielle Meßumgebungen geschaffen.

    Quote

    Alles andere ist grobes Schätzen

    Die Anwendung von Hersteller- Kennlinien ist keinesfalls Schätzen. sondern täglich Brot der Entwickler- die MÜSSEN damit arbeiten.

    Kein Audiogerät wird mit der Forderung verkauft, daß die Röhre nur durch eine mit einer beigelegten Kennlinie ersetzt werden darf, die aus ...zigtausend Exemplaren ausgemessen werden muß.
    Es gelten für Transistoren Verstärkungsgruppen- Zugehörigkeit, aber natürlich gibt es da auch Toleranzen.


    Aber natürlich darf jeder seinen Verstärker mit präzise ausgemessenen Teilen bestücken, und wahrscheinlich ist das sogar meßbar.

    Hörbar... gegenüber Hersteller- üblicher Neubestückung mit gut gepaarten Röhren... wahrscheinlich nicht.

    Aber da streiten HiFi- Fans seit Anbeginn.

  • DAS Messen, DAS Prüfen- ein Substantiv, groß geschrieben, hinter "realen" ein Komma bitte.

    Wer soviel Sorgfalt für Audiosachen andenkt, sollte auch Sorgfalt beim Schreiben anwenden.


    Meß- und Prüfgeräte simulieren

    Dann aber auch bitte Mess- und Prüfgeräte etc. ... ;)

  • Quote

    Bei Neuröhren ist von der Übereinstimmung mit der Kennlinie auszugehen- dafür garantiert der Hersteller. Bei teuren Röhren werden die ja noch heute mitgeliefert.

    Gerade Neuröhren sollte man prüfen, ob die Kennlinie/Arbeitspunkte dem Datenblatt entsprechen und ob die Röhren stabil im Arbeitspunkt arbeiten. Nicht selten gibt es Neuröhren der Post-Röhrenära, die nicht dem Typendatenblatt entsprechen. Ich möchte hier explizit keinen Hersteller nennen, der mir in der Vergangenheit sehr oft negativ aufgefallen ist, aber die Qualitäten sind teils so schlecht, das man schon bei der einfachen Prüfung die Röhre als "unbrauchbar" klassifizieren muss.


    Natürlich gibt es teure Röhren mit echtem Kennlinienschrieb, meistens ist es aber ein Showdatenblatt, das nicht mit der gelieferten Röhre ermittelt wurde. Das heisst, jeder Röhre liegt ein schönes Kärtchen mit einem "Standard-Kennlinienschrieb" bei, weil es sich besser verkauft.


    MfG

    Robert

  • So, ich klinke mich hiermit aus- ich wünsche allen einen gemütlichen Abend am warmen Röhrenverstärker.

    Guten Morgen,

    schade ich war gerade dabei in Fragen der Rechtschreibung etwas mitzunehmen.


    Mal ganz nebenbei ich finde es sehr schade wenn die Rechtschreibung herhalten muß/ soll um denjenigen der anderer Meinung oder Auffassung ist herabzusetzen oder das Geschriebene zu diskreditieren.....dies ist mMn ganz schlechter Stil....sagt aber auch eine Menge aus....

    Viele Grüße, Tobias.

    Dies ist alles nur mein Senf, ohne Anspruch auf universelle Richtigkeit...

    The post was edited 1 time, last by Röhrentobi ().

  • Hallo und guten Morgen ,

    ich habe mal ein Foto von den Innereien meiner Eigenbaukiste gemacht , damit eventuelle Selbstbauer wissen worauf sie sich einlassen . Was ich beim nächstenmal anders machen würde , ich würde für jeden Pin eine Ferritperle vorsehen .

    ECC83 und ECC88 sind wie oben schon gesagt , fest verdrahtet und zwischen den Systemen mit Kippschalter umschaltbar .

    MfG , Alexander .


    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Hallo Zusammen,


    ach, manchmal ist das Lesen eines Themas interessanter als eine Comedy Show ;)


    Ich beschäftige mich jetzt einige Jahre mir Röhren. Ein Prüfgerät habe ich noch nie gebraucht.


    Viele Grüße

    Martin

  • Martin, wohnst du in London und fährst viel U-Bahn?:D

    .......Uuuuiihh, mein mezzomillepost, da mach ich mir doch erst mal nen Döösken Likörchen auf!;)

    ♫♫♫ ~ Eine Seite hat 1 Rille ,zwei Seiten haben 2 Rillen.

    .....ist das Vinylianerleben nicht einfach ~♫♫♫
    ~ ~ Exclusive Tonträger sind beidseitig abspielbar ~ ~

  • Na ja , hier kommt jetzt wohl nix sinvolles mehr und der Themenersteller hat sich längst ein Funke W19 gekauft :) .

    MfG , Alexander .

    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Was machst Du, wenn Du mal eine Röhre messen willst, die nicht vorgesehen ist? Da sind ja nur wenige Typen messbar... Unklar ist auch, mit welchen Spannungen sie beaufschlagt werden, ein aussagefähiges Matching ist damit nicht möglich...


    Freundlich


    Michael

    „Doubt everything...“

  • Hallo Alex,


    auf deine Frage nix.

    Wie Michael schon schrieb , nur eine geringe Röhrenauswahl. Klar Sonderanfertigungen können bestellt werden , kosten aber extra und der Preis ist ehh schon recht hoch.

    Ausserdem entnehme ich der Beschreibung das die Röhren wohl nur im Standardarbeitspunkt gemessen werden , Beispiel war ja ne ECC82 die 10,5mA bringen sollte. Eine Veränderung der G1 Spannung ist nicht vorgesehen , Steilheit somit nicht messbar, Kennlinienaufnahme ebenfalls nicht.

    Nichtmal eine Elektrodenschlussprüfung bietet das Gerät , naja bei einer kaputten Röhre würde einem das Prüfgerät abrauchen , falls es nicht ausreichen geschützt ist.



    gruss

    juergen

  • Wie sagt Max Funke doch so schön passend: Das beste Röhrenprüfgerät ist immer noch das, in dem die Röhre arbeitet....

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Lustig, aber ein try~n~error-Test ist doch sehr zeitaufwendig und kostenintensiv.

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  • Hallo, Röhrenfreunde,


    Ich hab' eben nochmal reingeschaut.


    Das vorgestellte RPG sieht ja nicht schlecht aus- es gibt immer noch Leute, die so ein Gerät brauchen, und Leute, die reagieren, und was bauen.


    Wurde ja schon einiges zu geschrieben. Eine Einfachst- Lösung, weit unter den Fähigkeiten der bekannten, meist sehr alten Kisten.

    Mich stört da schon das kleine Meßwerk, da gibt es deutlich größere präzisere Einbauinstrumente- ich habe solche, die sind dreimal so groß, manche mit spiegelhinterlegter Skale (paralaxe- freie Ablesung), für präzise Kennlinienaufnahme sollte das schon sein.

    Imag0028_Messwerke_Vergleich_Funke_1024.jpg

    Verschiedene Meßwerke im Vergleich zum "Funke" (unten Mitte)


    Und eben die Begrenzung auf wenige Röhren, zwar häufig vorkommende Audio- Röhren, aber die so beliebten -und darum irre teuren- Uralt- Lampen RE604, AD1, PX4, sowie die neueren Pendants 2A3, 300B und die oft verwendeten Militärröhren und die dicken Russenfunzeln nur mit Aufpreis.

    Nur eine Art Prüfung, keine Kennlinienaufnahme... damit ist es wirklich nur ein... Schätzeisen.

    Aber- es läßt sich ja wohl mit Aufpreis erweitern.

    Ich schätze, wenn es wirklich gut tauglich ist, ist es doppelt so teuer.

    Im Moment gibt es mehrere RPGs in Ebay- Funke's, Neuberger's und Russenkisten. Preise normal, wenn auch die Funkes meist zu teuer.

    Aber die Dinger sind nahezu idiotensicher, das darf man nicht außer Acht lassen, eine Fehlbedienung ist kaum möglich.

    (Außer Funke und AZ41, das ist gefährlich, weil es diese Lampe mit verschiedenen Beschaltungen gibt !)

    Fortgeschrittene und Werkstatt- Praktiker können mit den Universal- RPG's noch viele Möglichkeiten realisieren, wenn diese nicht sogar dafür bereits vorbereitet sind.


    Heute hatte ich einen Fall, für den ein RPG wie geschaffen ist.


    Ich habe einen ganzen Karton "Stahlröhren" (manche in Glasausführung, Endröhren sind aber immer Glas) geschenkt bekommen, ungebrauchte, in zerfallenen Kartons, neu aussehende Röhren, Kartonreste und optisch schlecht aussehende, wahrscheinlich gebrauchte Röhren, wahllos reingeschmissen. Hatte mir der Vorbesitzer auch so gesagt.


    In einer halben Stunde war ich damit durch.

    Da waren Stahlröhren bei, scheinbar uralt, unansehnlich, der Lack fast ab -glücklicherweise aber mit im Stahl eingepreßtem Typ- Aufdruck, das sind sehr alte Telefunken- Typen.

    Diese Röhren hatten aber 100%- Werte !
    Andere sahen gut aus, schienen gebraucht- und hatten auch Werte, die eine Verwendung fraglich machen.


    Sowas geht wirklich nur vernünftig mit einem RPG, etliche Röhren funktionieren mit guten Werten, und -je nach Anwendungsfall- sogar mit grottenschlechten Werten- ohne Messung/ Prüfung mit einem RPG kann man überhaupt nicht beurteilen, ob eine Röhre neu oder gebraucht ist, und wie weit eventueller Verschleißzustand fortgeschritten ist.


    Und dann das Gerät, für das ich die Röhren benötigte- ein Radio der allerersten UKW- Generation auf dem Tisch, fast 70 Jahre alt- es verwendet noch EINE Mischröhre, in dem Modell eine "Stahlröhre", von LW bis UKW ! (Ja, das geht !)

    UKW hat eine Vorstufe, aber der Empfang ist schwach.
    Sehr altes Gerät- könnte normal sein.

    Vorstufe, ZF- NF- Röhren haben alle Bestzustand, 90 bis 100 %- irre, bei so einer alten Kiste !

    Die MIschröhre (Hexoden- Sektion) hat aber gerade noch 30%, Funke sagt "?", kurz vor "unbrauchbar".

    Und tatsächlich- Röhre gegen eine mit Top- Werten ausgetauscht, UKW ist voll da !
    Ok, einem modernen Tuner reicht der Oldtimer nicht das Wasser, aber funktioniert, klingt top, wie man es von UKW erwartet.


    Die miese Lampe hätte ich durch probeweisen Austausch natürlich genauso festgestellt, aber da war ja eben das Problem der Prüfung der Bestände.

    Da eine Prüfung der Röhren sowieso vor einer Inbetriebnahme gemacht werden sollte, um sich erst mal ein Bild vom Ausgangszustand eines alten Röhrengerätes zu machen, ist ein RPG für einen Instandsetzer schon ein Muß

    The post was edited 1 time, last by Gabriel ().