Breaking News - Mobile Fidelity LPs nicht vom analogen Master geschnitten

  • Hauptsache klanglich maximal gut und die alten Schätze werden durch Überspielung dauerhaft bestmöglich bewahrt.

    Den Klägern und Anwälten geht es jetzt nur noch um das "Kasse machen"


    Klar hätte transparent das Verfahren kommuniziert werden müssen, keine Frage. Hätte man die Umstände die zu dieser Vorgehensweise geführt haben transparent dargestellt, hätte jeder selbst entscheiden können. Ich denke: Jeder hätte weiter gekauft, die Qualität stimmt ja.


    VG

    Dieter

  • Kein Zweifel war das Beschiss unmd daran rüttelt längst keiner mehr.


    Was mir hier zu kurz kommt ist, dass Mofi aus technischer Sicht alles richtig gemacht hat.


    Da ist der Konsens weit weniger vorhanden, so zumindest erscheint es mir.

  • Zum einen fänd ichs noch besser wenn sie statt DSD PCM verwenden würden (ich hab ne irrationale Abneigung gegen DSD) und zum anderen hat ihr guter Klang imho seehr viel damit zu tun das auf Analogseite ein gewisser Herr TdP (RIP) seine Finger im Spiel hatte. Was aus dem guten Klang langfristig bei Wartungsbedarf nun wird wird noch abzuwarten sein.


    Auch wenn ich von denen eher nix kaufen würde da mir die Preise zu heftig und der Mehrwert klanglich zu klein ist, wünsche ich dem Label doch weiterhin Erfolg im Interesse des guten Klangs für die Verbraucher. Und das sie auf die Finger gekriegt haben haben sie sich redlich verdient.

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.

  • Kein Zweifel war das Beschiss unmd daran rüttelt längst keiner mehr.


    Was mir hier zu kurz kommt ist, dass Mofi aus technischer Sicht alles richtig gemacht hat.


    Da ist der Konsens weit weniger vorhanden, so zumindest erscheint es mir.

    Da gibt es eben auch verschiedene Grundeinstellungen. Die einen wollen halt nur AAA, bei den anderen ist ein digitaler Zwischenschritt kein Problem, Hauptsache es klingt am Ende gut. Beides doch vollkommen legitim. Heute sind ja ohnehin die meisten Produktionsschritte digital, bevor die Musik auf eine Platte gepresst wird. Ich finde ja auch, dass digital völlig in Ordnung sein kann. Viele meiner ECM-Platten neueren Datums sind rein digital aufgenommen und klingen super. Bei den ECM-Produktionen stand das dann aber auch jeweils extra drauf. Ich möchte nur gerne vor dem Kauf wissen, was Sache ist, dann kann ich mich entscheiden. So hätte es Mofi eben auch halten sollen, zumal sie doch der Meinung sind, dass ihre Art der Plattenherstellung genau richtig, ja sogar überlegen ist.

    Und technisch kann man es auch anders machen, siehe die Produktionsfirmen, die mit viel Aufwand reine AAA-Reisssues machen. Digital ist also nicht zwingend, muß klanglich aber auch kein Nachteil sein, kann sogar, wenn es um Fehler in den alten Bändern geht, sogar zu Verbesserungen führen.



    Viele Grüße


    Martin

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

  • Da MoFi immer noch 10.000er Auflagen produziert, kann es dem Laden ja nicht soo schlecht gehen.

    THIS MONOPHONIC MICROGROOVE RECORDING IS PLAYABLE ON MONOPHONIC AND STEREO PHONOGRAPHS. IT CANNOT BECOME OBSOLETE. IT WILL CONTINUE TO BE A SOURCE OF OUTSTANDING SOUND REPRODUCTION, PROVIDING THE FINEST MONOPHONIC PERFORMANCE FROM ANY PHONOGRAPH.

  • Hallo Martin,


    das große Problem sehe ich eher bei der Verfügbarkeit von den für MoFi interessanten Masterbändern. Was früher problemloser gab, gibt es jetzt halt meistens nicht mehr: Das Masterband oder eine Kopie davon zum weiterverarbeiten am heimischen Arbeitsplatz. Nichts wird mehr herausgegeben. Die Firmen rücken diese einfach nicht mehr raus, weil Sie Unsummen von den Künstlern für die Übernahme ihres Lebenswerkes bezahlt haben oder Ihnen dies einfach zu gefährlich erscheint, dass jemand Ihre Bänder schrottet.

    Nun hast du als Reissuefirma die Qual der Wahl! Entweder du veränderst deine Firmenpolitik bzw. deine Veröffentlichungen oder du probierst einen Weg zu gehen, der dir es trotzdem ermöglicht, Davis, Dylan etc. zu veröffentlichen, weil diese sich so gut verkaufen lassen.

    Man hätte meiner Meinung so einfach probieren können, die Käufer*innen mitzunehmen mit einer absoluten transparenten Vorgehensweise. Man hätte Veröffentlichen - wie Mofi es ja manchmal auch machte - wie bei Iron Butterfly (Ausgabe in Supervinyl oder normal) bringen können um die Unterschiede auch hörbar zu machen - falls es da welche gibt. Dann hätte jeder Hörer für sich selbst entscheiden können und manche Schritte auch nachvollziehen können. Hier waren wirklich absolute Dilettanten unterwegs. Mehr Porzellan kann der berühmte Elefant im Porzellanladen sogar nicht zerschlagen. Aber für mich gibt es halt auch noch die andere Seite: Klanglich sind die Veröffentlichungen immer noch sehr, sehr gut!


    Grüße


    Dietmar


    .

  • Hallo Dietmar,


    in der Frühzeit der "audiophilen" (was auch immer man darunter verstehen will) Reissues durch kleine Speziallabel wie z.B. Chesky, Classic Records, Speakers Corner etc. war das wohl ein Nischenmarkt (Anfang der 1990er). Und die Aufnahmefirmen haben sich eher für ihre CD-Neuauflagen interessiert (und haben digitale Kopien ihrer analogen Bänder angefertigt, teilweise die analogen Bänder sogar danach vernichtet).


    Das Haupt-Verkaufsargument für solche Reissues durch diese kleinen Speziallabel war die Verwendung der "Originalbänder" (wobei original unterschiedliche Dinge bezeichnen kann). Inzwischen haben es die Aufnahmefirmen (oder ihre Nachfolger, welche die Rechte an den Aufnahmen haben) wohl kapiert, dass man mit solchen Vinylreissues aus Originalbändern mehr als mit CD-Neuauflagen (oder Streams) verdient -- z.B. hat Blue Note kurzerhand Music Matters übernommen um die Platten Reissues zu produzieren.


    Vermutlich werden künftig die kleinen Reissue Label überwiegend mit Bändern aus Rundfunkarchiven oder den (aus kommerzieller Sicht) Zitronen in den Bandarchiven der Major-Firmen arbeiten müssen. Aus künstlerischer Sicht sind die Zitronen vielleicht sowieso interessanter als die hundert und erste Neuauflage von KOB.


    Bei Klassikaufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren sind mir gebrauchte Erstpressungen oder preiswerte frühe Nachpressungen sowieso lieber als aktuelle Reissues (unabhängig von der Thematik etwaiger digitaler Zwischenschritte). Nur bei ganz wenigen Klassikaufnahmen sind die frühen Pressungen teuer.


    Viele Grüße


    Joachim

  • Da MoFi immer noch 10.000er Auflagen produziert, kann es dem Laden ja nicht soo schlecht gehen.

    Warum nur 10.000er Auflagen? Es geht doch besser:.

    Micael Jackson: Thriller

    Mastered from the Original Analog Master Tapes for Superior Sound and Limited to 40,000 Numbered Copies

    Ich wandele auf den Spuren von Karl Breh, Heinz Josef Nisius, Klaus Renner und Franz Schöler. Das sind Brüder im Glauben an eine High Fidelity Wiedergabe, wie sie mir vorschwebt, und die Schallplatte gehört als Weltkulturerbe anerkannt. AAA-Mitglied.

  • Entlarvend ist ja viel mehr, dass so ein Bohei um diese musikalisch doch meist bescheidene Mainstream-Mucke bei Mofi gemacht wrd. Aber analoge Qualität ist ja wichtiger als musikalische Qualität. Lächerlich die ganze Angelegenheit.

  • Diese Mainstream-Mucke ist: "Das erfolgreichste Album aller Zeiten". Ende November 1982 veröffentlichte Michael Jackson diese legendäre Platte, die sich so oft verkaufte wie keine andere. Die Schätzungen liegen zwischen 65 Millionen und 110 Millionen.

    Ich wandele auf den Spuren von Karl Breh, Heinz Josef Nisius, Klaus Renner und Franz Schöler. Das sind Brüder im Glauben an eine High Fidelity Wiedergabe, wie sie mir vorschwebt, und die Schallplatte gehört als Weltkulturerbe anerkannt. AAA-Mitglied.

  • Warum ist etwas "musikalisch bescheidene Mainstream-Mucke" wenn es Millionen von Menschen aus allen Kulturkreisen bewegt hat. Eigentlich eine großartige Leistung, die Massen mit seiner Darbietung so begeistern zu können. Mehr als 52 Millionen eines Albums zu verkaufen, und den Ruf des erfolgreichsten Entertainers aller Zeiten zu erlangen, ist schon eine künstlerische Leistung. Waren auch nicht die schlechtesten Musiker ihres Genres, die an der Aufnahme beteiligt waren. Wenn man die Musik nicht mag, ok, aber die Thriller war schon ein Meilenstein der Popmusik.

    Der Mofi-Mix hat durchaus seinen Reiz, da er einen völlig anderen Blick auf die Titel bietet, die man tausendfach in seinem Leben gehört hat (oder zwangsweise hören musste). Besonders die ruhigeren Stücke haben sehr vom Mastering profitiert.

  • Hallo Vinylism,


    also Bob Dylan, Miles Davis, Joni Mitchell, Grateful Dead, Johnny Cash, Iron Butterfly etc. als "musikalisch bescheidene Mainstream-Mucke" zu bezeichnen - hmmh. Da würde mich mal ein Blick in deinen Plattenschrank interessieren.. Gut - dein Zusatz "meist" relativiert das vielleicht ein bisschen - wird aber der Sache nicht gerecht. Denn produziert wird, was gut verkauft wird. Man kann zu Mofi stehen wie man will: Aber immerhin seit den 70iger Jahren am Markt - natürlich mit Aussetzer.

    Ich freue mich immer noch über manch klangliche und musikalische Veröffentlichung - sowohl die frühen Veröffentlichungen als Mobile Fidelity und jetzt auch als Mofi.


    Grüße


    Dietmar

    Einmal editiert, zuletzt von LP-Fan ()

  • Moin,

    so ist das eben im Leben. Die einen verfluchen die Art und Weise, die anderen freuen sich auf weitere Veröffentlichungen. Ich hoffe nur , die bleiben uns erhalten.

    LG aus dem Altmühltal
    Thomas






  • Es geht wohl weiter:


    AC+

    Ich wandele auf den Spuren von Karl Breh, Heinz Josef Nisius, Klaus Renner und Franz Schöler. Das sind Brüder im Glauben an eine High Fidelity Wiedergabe, wie sie mir vorschwebt, und die Schallplatte gehört als Weltkulturerbe anerkannt. AAA-Mitglied.

  • Tolerant wäre es auf solch einen unqualifizierten Kommentar erst gar nicht zu reagieren. :)

    Ich wandele auf den Spuren von Karl Breh, Heinz Josef Nisius, Klaus Renner und Franz Schöler. Das sind Brüder im Glauben an eine High Fidelity Wiedergabe, wie sie mir vorschwebt, und die Schallplatte gehört als Weltkulturerbe anerkannt. AAA-Mitglied.

  • Entlarvend ist ja viel mehr, dass so ein Bohei um diese musikalisch doch meist bescheidene Mainstream-Mucke bei Mofi gemacht wrd. Aber analoge Qualität ist ja wichtiger als musikalische Qualität. Lächerlich die ganze Angelegenheit.

    Wenn demnächst das Debütalbum von Nena als Mofi One-Step rauskommt

    bist Du bestimmt auch Feuer und Flamme!


    Streichhölzer und Benzinkanister... ;)

    Ein Akkord reicht aus. Zwei Akkorde sind schon Grenzwertig.

    Bei drei Akkorden bist du im Bereich des Jazz.


    Lou Reed