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  4. Newbiefragen zum Plattenspieler

Pflege eines Direktrieblers

  • kui64
  • 15. März 2022 um 17:41
  • kui64
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    • 15. März 2022 um 17:41
    • #1

    Moin allerseits,

    da ich seit meinem 16 Lebensjahr (ganz schön lange her) keinen Direktriebler mehr hatte, habe ich mir vor Kurzem im Vorbeigehen einen zugelegt. BSR Quanta 700.

    Die Pitch-Einstellung bockte, der Tonarm war nicht ganz spielfrei und das NF-Kabel war farblich verkehrt herum markiert. Also nichts Schlimmes. Seit einiger Zeit spielt er hin und wieder mit einem ADC P30 auf einem anständigen Niveau.

    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

    Von anderen Drehern kenne ich es, dass man sich auch einmal um das Lager kümmern und etwas Öl spendieren sollte. Wie sieht das eigentlich bei einem Direkttriebler aus? Gibt es da eine alllgemein gültige Antwort oder ist da jedes Modell für sich zu betrachten?

    Danke schon einmal für eventuelle Hinweise

    Kai-Uwe

    :D Selbst die beste Anlage kann schlechte Musik nicht erträglich machen

  • Wojomebo.1
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    • 15. März 2022 um 19:14
    • #2

    Hallo Kai-Uwe

    da kann ich ja richtig auftrumpfen, ich habe zwei Plattenspieler mít Direktantrieb, eine Revox B795 aus 1981 und einen Dual 714Q aus 1983.

    An beiden Plattenspielern waren von den Herstellern eine Wartung der Motor-/Tellerachse nie vorgesehen, Angaben zu den werksseitig verwendeten Schmierstoffen habe ich nicht gefunden. Da bei beiden Drehern die Teller wirklich absolut geräuschlos arbeiten, sehe ich keinen Anlass hier aktiv zu werden. Ohne entsprechende Kenntnisse, ggf spezielles Werkzeug wird man wohl eher eine Verschlimmbesserung betreiben. Beim Riementriebler wechsle ich bei Bedarf den Riemen, fette das Lager, wechsle ggf den Motor, beim Direktantrieb läuft da nix.

    Gruß Wolli

  • kui64
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    • 15. März 2022 um 19:37
    • #3

    Danke für die Info, Wolli.

    Genau deshalb habe ich auch gefragt. Bei mir gibt es auch keine Laufgeräusche und ich wollte auch nichts verschlimmbessern.

    Gruß Kai-Uwe

    :D Selbst die beste Anlage kann schlechte Musik nicht erträglich machen

  • Albus2
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    • 15. März 2022 um 20:34
    • #4

    Tag,

    ja, "Schmierung der Plattentellerachse" ist eine Überschrift in der BDA, Seite 9, zum Technics SL-1210M5G (entsprechende Absätze finden sich in den Manualen der 'klassischen' Geräte Mk II und so weiter). Also, dort heißt es:

    "Tragen Sie nach ungefähr 2000 Betriebsstunden 2-3 Tropfen Öl auf die Plattentellerachse auf. Verwenden Sie dazu das Schmieröl SFW0010 (separat erhältlich)." Dazu gibt es eine Zeichnung zum Tropfenpunkt an der Achse.

    Das genannte Schmieröl hält sich nicht ewig unverfärbt, die Menge im kleinen Fläschchen reicht für einige Schmierungen. Eine Schmierung ist nützlich fand ich.

    Im Manual des Pioneer PLX-1000 ist kein Wartungshinweis. Meine alten Riementriebler von Yamaha sollte man alle zwei Jahre mit bestimmtem Öl auffrischen. Das Öl war im umfangreichen Zubehörkasten.

    Freundlich

    Albus

  • Lynnot
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    • 15. März 2022 um 20:58
    • #5

    'n Abend zusammen,

    viele der DD Motoren aus den 80ern haben eine Lagerung, die ohne zusätzliche Schmierung auskommt. Öl oder Fett sind da eher kontraproduktiv.

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

    "Music's real, the rest is seeming" (Fats Waller)

  • turnaround0205
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    • 15. März 2022 um 21:34
    • #6

    An meinen ""Dicken" kommt in die Motorachse alle Jubeljahre mal etwas 15 W- 40

    Gut is....

    Hatte letzthin das Lager mal offen und der Spiegel hat mich positiv überrascht!

    Keine Einlaufspuren im Graphit und das mach über vierzig Jahren......

    Ahoi

    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • FLHX
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    • 16. März 2022 um 07:02
    • #7

    Ich habe kürzlich einen PS-X9 revidiert und kann nur jedem Besitzer eines DD aus den 70er oder 80er Jahren raten, dem Märchen von der Wartungsfreiheit keinen Glauben zu schenken… Wie soll das auch funktionieren? Welcher Schmierstoff, welche Lagerkonstruktion kann 30, 40, 50 Jahre ohne Wartung verschleißfrei arbeiten?

    Das massive Sinterlager war völlig trocken, der Lagerboden eingelaufen, die Lagerkugel riefig… Der Plattenspieler ist auch vor der Revision sehr gut gelaufen, der starke DD- Moror kann die mechanischen Defizite augenscheinlich lange kompensieren…

    Freundlich

    Michael

    „Doubt everything...“

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    • 16. März 2022 um 09:08
    • #8

    Tja,

    das kann man nicht pauschalisieren. Die Konstruktionen der verschiedenen Hersteller sind ganz unterschiedlich, manche Geräte benötigen regelmäßige Wartung, andere offenbar nicht.

    Die meisten Technics-DDs besitzen ein weitgehend offenes Lager und müßen generell regelmäßig geschmiert werden - wie in der Anleitung beschrieben. Auch frühe Sony-Antriebe benötigen Ölnachschub, spätere Sonys ab Mitte der 1970er haben teils Probleme mit der Schmierung - bei einigen Modellen verharzt das Lagerfett und muß ersetzt werden.

    Typisch für größere JVC und einige Micro-DDs sind Probleme mit dem Lagerboden.

    Viele andere Laufwerke, besonders preiswerte Spieler mit dem von Matsushita zugekauften geschlossenen Einfach-Antrieb oder auch praktisch alles aus dem CEC/Sanyo und Fujiya-Kosmos benötigen weder Öl noch Wartung. Ich habe auch diese Motoren regelmäßig geöffnet und konnte da weder Einlaufspuren noch Ölmangel feststellen.

    Ich hatte z.B. schon Akai-, Kenwood- und Hitachigeräte mit offenbar sehr wechselvollem Leben, massiven Gebrauchsspuren und sehr hohen Laufleistungen hier, deren Motoren innen wie neu aussahen und vollkommen problemlos liefen. Das originale Öl war klar, sauber und in ausreichender Menge vorhanden.

    Den BSR-DD kenne ich leider nicht gut genug, um etwas dazu zu sagen. So einen hatte ich vor 20 Jahren 'mal zuhause, kann mich aber nicht erinnern. Ich weiß nur noch, dass die extrem weich gefederten Füße Probleme machten.

    Viele Grüße, Brent

    Gewerblicher Teilnehmer

  • kui64
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    • 16. März 2022 um 09:46
    • #9

    Vielen Dank an Euch alle.

    Letztlich ein uneinheitliches Bild. Ich werde mir bei nächster Gelegenheit den Motor einmal genauer ansehen, welcher Hersteller es ist und ob ich ihn zerlegen kann. Sollte das so sein, werde ich sicher neu schmieren.

    Beste Grüße

    Kai-Uwe

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  • turnaround0205
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    • 16. März 2022 um 19:42
    • #10

    Wer gut schmiert, der gut fährt!!!

    Warum sollte diese alte Weisheit nicht auch für Plattenspieler gelten???


    Ahoi

    Jürgen

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  • KarlieM
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    • 17. März 2022 um 09:33
    • #11

    Bei mir steht ein M3D und zwar seit der hier auf den Markt kam. Vor ein paar Jahren habe ich zwar eine kleine Menge Oel gekauft weil ich gelesen hatte, dass man das machen sollte aber ... ist immer noch verschlossen und ich denke nicht daran hier etwas zu machen.

    Das Problem dürfte ohnehin nicht das Lager sein, da ist die Tonarmbasis schon eine andere Hausnummer (verhockt, nicht mehr in der Höhe zu bewegen und wenn ich mal nachfrage, ob das gemacht werden kann, dann verzieht man das Gesicht - na gut, ich hab da ein YT Video gesehen und wollte das nicht in Angriff nehmen müssen).

    Das Oel bleibt wo es ist, resp. ist auch schon vielleicht 5+ Jahre alt und wahrscheinlich jetzt eh nur für die Tonne zu gebrauchen.

    Cheers

    Roland

  • Mag-Gig
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    • 17. März 2022 um 10:18
    • #12
    Zitat von KarlieM

    Das Oel bleibt wo es ist, resp. ist auch schon vielleicht 5+ Jahre alt und wahrscheinlich jetzt eh nur für die Tonne zu gebrauchen.

    Das im Laufwerk eingesetzte Öl ist noch ok, das ca. 5 Jahre alte in der Flasche für die Tonne? da würde ich mir mehr Gedanken um das Öl im Lager machen.

    Auch wenn ein Lager mit altem Schmierstoff keine Geräusche mach, ein regelmäßiger Lagerservice gehört dazu, egal welcher Antrieb. Kein Schmierstoff behält seine ursprünglichen Eigenschaften 30 Jahre oder mehr, auch wenn er optisch noch gut aussieht. Beim Auto Wechsel ich ja auch nicht erst dann das Öl, wenn die Lager anfangen Geräusche zu machen, dann ist es zu spät.

    Gruß Martin

    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • FLHX
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    • 17. März 2022 um 14:36
    • #13

    Ich kann das nur unterstreichen, gerade die großen, hochwertigen DD‘s aus Japan mit den entsprechend großen Motoren sollten nach 40 Jahren unbedingt revidiert werden, aus Laufverhalten oder fehlenden Laufgeräuschen zu folgern, dass das Lager einwandfrei und gut geschmiert sei, ist häufig ein fataler Trugschluss…

    Ich kann das aus schmerzlicher eigener Erfahrung berichten…

    Freundlich

    Michael

    „Doubt everything...“

  • SamT
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    • 19. März 2022 um 13:16
    • #14

    Wartungsfrei bedeutet nicht „auf immer und ewig“. Ich glaube nicht dass irgend ein Hersteller gedacht hat, dass jemand einen Plattenspieler länger als 10 Jahre in Benutzung haben wird.

  • Vincono
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    • 19. März 2022 um 13:26
    • #15
    Zitat von FLHX

    gut geschmiert sei

    Das ist ein Bild eines Direkttrieblers von Braun P3,

    wahrscheinlich von Dual. Bitte sieh einmal, es sollte nicht geölt oder geschmiert werden.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Viele Grüße

    Reinhard

  • FLHX
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    • 19. März 2022 um 14:02
    • #16

    Lieber Reinhard,

    ich hatte früher mal einen Braun P4, ich denke, das waren Braun Eigengewächse, ich sehe da keine Dual Gene…

    Ich bezog mich auf große japanische DD‘s à la Sony PS-X9, aber auch dieser Braun hat Motorlager, die Schmiermittel brauchen, die damals erwartete Lebensdauer ist lange überschritten…

    Möglicherweise wollte man mit dem Piktogramm verhindern, dass irgendjemand anfängt, die Plastikzahnräder mit Öl zu kontaminieren…

    Herzlich

    Michael

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  • montcorbier
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    • 19. März 2022 um 14:36
    • #17

    Zumindest an meinem Sony 2250 kann man die Tellerachse abschrauben und dort einige Tropfen Öl geben. Mache ich regelmässig. Läuft und läuft und läuft....

    Gruß

    Monti

    Dieser Beitrag wurde bereits 33.674.535 mal editiert, zuletzt von »Gott« (morgen, 15:19)

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    • 19. März 2022 um 17:35
    • #18
    Zitat von FLHX

    Lieber Reinhard,

    ich hatte früher mal einen Braun P4, ich denke, das waren Braun Eigengewächse, ich sehe da keine Dual Gene…

    Ich bezog mich auf große japanische DD‘s à la Sony PS-X9, aber auch dieser Braun hat Motorlager, die Schmiermittel brauchen, die damals erwartete Lebensdauer ist lange überschritten…

    Möglicherweise wollte man mit dem Piktogramm verhindern, dass irgendjemand anfängt, die Plastikzahnräder mit Öl zu kontaminieren…

    Herzlich

    Michael

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    Reinhard hat Recht. Die Braun Modelle P1 bis P4 wurden auch meines Wissens nach von Dual gebaut.

    Gruß

    Andreas

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    • 17. Oktober 2022 um 22:04
    • #19
    Zitat von Vincono

    Das ist ein Bild eines Direkttrieblers von Braun P3,

    wahrscheinlich von Dual.

    Zitat von FLHX

    ich hatte früher mal einen Braun P4, ich denke, das waren Braun Eigengewächse, ich sehe da keine Dual Gene…

    Zitat von Sansui SR929

    Reinhard hat Recht. Die Braun Modelle P1 bis P4 wurden auch meines Wissens nach von Dual gebaut.

    Die Antriebe sind tatsächlich von Dual, die Annahme ist korrekt.

    Zitat von Vincono

    Bitte sieh einmal, es sollte nicht geölt oder geschmiert werden.

    Weil man nicht davon ausging, dass die Geräte nach 40 Jahren noch im Einsatz sind. Gerade der verbaute EDS500 Motor macht in fast allen Fällen leichte Laufgeräusche, da er trocken läuft und/oder der Lagerspiegel eingelaufen ist.

    Gruß

    Michael

  • SamT
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    • 17. Oktober 2022 um 22:09
    • #20
    Zitat von Spitzenwitz

    Weil man nicht davon ausging, dass die Geräte nach 40 Jahren noch im Einsatz sind.

    Das sehe ich auch so. Ich denke, die haben höchstens mit 10 Jahren gerechnet. Danach sollte doch jeder einen neuen Dreher kaufen, was viele auch gemacht haben, aber wohl nicht alle ;) Oder sind auf CD umgestiegen oder was ganz anderes.

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